Erstellt am 15. Februar 2016, 11:57

von Franz Farkas

VW Caddy Alltrack: Der Dritte im Bunde. Gelände-Outfit für den Caddy: Als Alltrack hat er eine robuste Optik, auf Wunsch gibt es auch Allradantrieb.

 |  NOEN, VW

Beim Golf und Passat funktioniert die Alltrack-Version ausgezeichnet – warum nicht auch bei einem Nutzfahrzeug? So ungefähr müssen die VW-Marketingstrategen gedacht haben, als sie den Caddy Alltrack aus der Taufe hoben …

Die Zutaten sind bekannt. Seitliche Beplankung der Radausschnitte, ein zumindest optisch wirksamer Unterfahrschutz vorne wie hinten (eine wirklich brauchbare Aluminiumversion ist gegen Aufzahlung erhältlich), Privacy-Verglasung hinten, ein optisch frecherer Kühlergrill, in Wagenfarbe lackierte Türgriffe und eine sil-berne Dachreling sorgen für die Unterscheidung zum „normalen“ Caddy. Auch der Innenraum wurde angepasst: Einige Schalter sind verchromt, die Pedale wurden in Aluminium ausgeführt und die Türverkleidungen sind nun etwas flotter gestaltet. Der Gesamtauftritt kann sich sehen lassen!

„Mit dem Caddy Alltrack werden wir unsere
Marktführerschaft am Gebiet der kompakten
Nutzfahrzeuge weiter ausbauen.“
Karin Angerer, Pressesprecherin VW Österreich

Obwohl der Name es suggerieren könnte, ist der Crossover nicht automatisch ein Allradler. Nur wenn hinten 4Motion draufsteht, dann ist auch der Antrieb aller Räder garantiert. Wie gut das funktioniert, das konnten wir auf dem Testgelände in Pachfurth erfahren. Auch im schwereren Gelände benimmt sich der VW unauffällig bis ausgezeichnet, nur bei längeren und steileren Anstiegen ist zumindest mit der frontgetriebenen Version irgendwann einmal Schluss.

Dafür ist der mit Allrad und optional mit Doppelkupplungsgetriebe ausgestattete 4Motion ein guter Begleiter auf allen Wegen. Dazu kommt noch ein in dieser Ausführung serienmäßiges Schlechtwetter-ABS, das speziell auf die Bedingungen im Gelände ausgelegt ist. Auf der Straße benimmt sich der Cross-Caddy-Nachfolger angenehm.

Vor allem die recht gute Dämmung zum Innenraum und die für den doch hohen Aufbau geringen Windgeräusche lassen vergessen, dass man eigentlich in einem Nutzfahrzeug sitzt. Auch die hintere Starrachse ist kein Problem, solange man sich nicht wirklich sportlicher Fahrweise befleißigt.
Last but not least die Motoren: Drei Benziner (84, 102, 125 PS) und vier Diesel (75, 102, 122, 150 PS) stehen zur Auswahl, zudem ist noch eine 110 PS starke Erdgasversion im Programm.

Neu: VW Caddy Alltrack

Start & Preis. Ab sofort bestellbar, die Markteinführung erfolgt derzeit fließend. Ab 19.484,37/24.640* €,
Topmodell: 2.0 TDI (150 PS) DSG 4Motion ab 29.297,71/38.080* €.
Serienmäßig: sechs Airbags, Umfeld-Beobachtungssystem (Front Assist), Berganfahrhilfe, City-Notbremsfunktion, Multikollisionsbremse, Klimaanlage, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen. Optional: automatische Distanzregelung, Fernlichtassistent, Müdigkeitserkennung, Parklenkassistent, neue Metalliclackierung Mojave-Beige.
Neben dem Pkw gibt es auch eine Nutzfahrzeug-Version (Kastenwagen, 3,2 Kubikmeter Laderaum), die nicht so umfangreich ausgestattet ist – ab 15.310/18.372* €. Wichtig für Unternehmer: Der Caddy ist vorsteuerabzugsfähig. Der Anteil des Caddy Alltrack an der Caddy-Range soll ca.
drei Prozent ausmachen.
*netto/brutto