Erstellt am 21. Juli 2014, 08:13

von Beatrix Keckeis-Hiller

VW Scirocco rundum aufgefrischt. Rundum aufgefrischt wurde das Sportcoupé Scirocco – mit neuen Design- sowie Technikdetails und der Euro-6-Norm entsprechenden Motoren.

 |  NOEN, Volkswagen
Auch schon wieder 40 Jahre ist es her, dass VW mit einem kompakten Sportcoupé die Golf-Baureihe erweiterte. Der Scirocco erfreute sich bald nicht nur bei Normalverbrauchern, sondern auch bei Tunern großer Beliebtheit. Der die VW-Firmenpolitik mit dem Auslaufen der zweiten Generation (1992) ein Ende setzte bzw. eine längere Pause verordnete. Denn erst ab 2008 durfte wieder einer, auf Basis des damals aktuellen Golf, für schärferen und emotionaleren Wind in der Kompaktbaureihe sorgen. Dem setzt VW jetzt mit einer Rundumauffrischung sowie -aktualisierung noch eins drauf!

Neue Stilelemente und modifizierte Heckklappe 

Als Stilelemente fallen die neu gestaltete Front und das Heck mit GTI-Zitaten, Bi-XenonScheinwerfern samt markanter LED-Tagfahrlichtsignatur sowie LED-Rückleuchten auf. Modifiziert ist auch die Heckklappe, das VW-Logo dient nun als „Schlüssel“ für den Kofferraumzugang. Serienmäßig sind sportliche 17-Zoll-Aluminiumfelgen, bezogen mit 225er-Pneus. Das Interieur ist, wie von VW gewohnt, wertig gestylt und ebenso wertig verarbeitet.

Auffallend ist die über dem Instrumentenbord mittig postierte Uhrenleiste, die über Ladedruck, Rundenzeiten und Motoröltemperatur Auskunft gibt – eine Hommage an den Ur-Scirocco. Gibt das Design dem neu gemachten Viersitzer optisch neuen Auftrieb, so tun das die Motoren bezüglich Antriebskraft und Konsumverhalten.

Neue Eeuro-6-Motorenpalette 

Alle Motoren wurden bearbeitet und Euro-6-tauglich gemacht, Start/Stopp- und Rekuperationssystem sind serienmäßig (außer R). Ein Effizienzbeispiel liefert der 150 PS starke 2.0 TDI: Er kann mit 4,2 Litern pro 100 Kilometer auskommen – verbraucht damit um 0,6 Liter weniger bei einem Leistungsplus von 10 PS.


Die Topversion des Selbstzünders bringt es auf 184 PS. Beide Antriebe sind mit manueller Schaltung oder Doppelkupplungsgetriebe orderbar. Nur eine manuelle Gangsortierung bietet Wolfsburg für den kleinsten Benziner, den 1.4 TSI mit 125 PS, an. Die Versionen des 2.0 TSI hingegen können auch wahlweise mit Handschaltung oder DSG bestellt werden (immer mit sechs Gängen). Hier kann man wählen zwischen 180, 220 und 280 PS in der R-Version, die damit um 15 PS stärker ist als die bisherige.

Für eine erste Ausfahrt jagten wir abwechselnd den 184-PS-Diesel und den 220-PS-Benziner rund 500 Kilometer über deutsche Autobahnen und kurvige Bundesstraßen. Leistungsentfaltung, Fahrverhalten, Spurpräzision und Bremswirkung enttäuschten dabei nicht! Auch sind die Verbrauchswerte von deutlich unter sieben (Diesel) und rund achteinhalb Litern (Benziner) Treibstoff bei engagierter Fahrweise wirklich vertretbar. Nicht ganz so verhält es sich mit dem Sounddesign:

Sportvariante für Österreich

Der Diesel erinnert recht deutlich, der Benziner weniger stark, aber auch an den klassischen Käfer.
Das sollte dem Fahrspaß im Scirocco jedoch keinen Abbruch tun. VW bietet in Österreich exklusiv für alle Motorvarianten (außer die R-Version) eine Sportvariante an – mit unter anderem Bi-Xenon-Scheinwerfern, dynamischem Kurvenlicht, abgedunkelten Scheiben ab der B-Säule und 18-Zoll-Aluminiumrädern.
 

Start & Preis: Ab sofort bestellbar, Markteinführung im August.

Benziner: 1.4 TSI/125 PS ab 28.310/–* €, 2.0 TSI/ 180 PS ab 33.500/35.130* €, 2.0 TSI/220 PS ab 37.400/39.890* €, 2.0 TSI/280 PS ab 44.140/ 46.500* €.

Diesel: 2.0 TDI/150 PS ab 30.360/32.880* €, 2.0 TDI/184 PS ab 35.710/38.330* €.

Exklusives Österreich-Modell namens Sport: ab 30.590 € (hat u. a.: dynamisches Kurvenlicht, R-Line-Exterieur-Paket mit 18-Zoll-Aluminiumrädern, Heckspoiler in Wagenfarbe, Schwellerverbreiterungen).

Serienmäßig beim Basismodell: sechs Airbags, ESP inklusive Antriebsschlupfregelung und Gegenlenkunterstützung, Berganfahrhilfe, Reifendruckkontrolle, Klimaanlage, CD/ MP3-Radio, Bi-Xenon-Scheinwerfer, LED-Tagfahr- und Hecklicht, Nebelscheinwerfer, 17-Zoll-Aluminiumräder.

Prognostizierter Ausstattungsmix: neun Prozent Basismodell, 88 Prozent Sport, drei Prozent R.

Die wichtigsten Mitbewerber: Renault Mégane R.S., Opel Astra GTC, Peugeot CRZ und Hyundai Veloster.

*Schaltgetriebe/DSG