Erstellt am 07. Januar 2013, 09:29

Wer brav spart, kriegt Blumen. Kia | Der Optima Hybrid ist eine interessante Alternative – und ein wichtiger Baustein in der „EcoDynamics“-Palette der Koreaner.

 |  NOEN
Von Thomas Vogelleitner

Noch eine Blume geschafft … Der Optima Hybrid verabschiedet sich von seinem Fahrer mit einem Strauß Blumen. Wer gemach unterwegs ist, kann sich als virtueller Blumenzüchter betätigen: Eine Grafik verteilt mittels einer wachsenden Blumengrafik Haltungsnoten für den ökonomischen Fahrstil. Von acht zu vergebenen Blumen habe ich trotz Autobahnetappe und gelegentlichem Boosten fünf geschafft.

Der Optima Hybrid fährt theoretisch bis Tempo 100 rein elektrisch (und maximal zwei, drei Kilometer weit), dann übernimmt der Benzinmotor. Theoretisch? Wer im Stadtverkehr mitschwimmen will, ohne Aggressionen anderer zu wecken, verlässt in Wahrheit bei etwa 40, 50 km/h den rein elektrischen Antrieb (die Übergänge passieren übrigens nahtlos, man merkt sie überhaupt nicht). Ein echter Genuss: Aus einer Autobahnabfahrt lässt sich mit Konstanttempo 70 bis 80 emissionsfrei heraussegeln.

Mit 190 PS Systemleistung ist der Öko-Optima ein durchaus flottes Auto. Die Boost-Funktion, bei der beide Motoren zusammen mit voller Kraft auf die vorderen Räder wirken, lässt Überholmanöver rasch durchführen. Überhaupt bleibt der Kia auch in der Hybridversion (ist genau gesagt ein Parallelhybrid, Elektromotor und Verbrenner sitzen am gleichen Antriebsstrang) ein angenehmes Alltagsauto mit kleinem Wendekreis, sanft schaltender Automatik, akzeptabler Lenkpräzision und Agilität.

Typisch Hybridauto: Der Akku geht auf Kosten des Kofferraumvolumens, aber 381 Liter sind noch immer brauchbar. Den Akku steuert der koreanische Elektronikkonzern LG bei – eine Lithium-Polymer-Batterie. 20 Prozent leichter als eine Nickel-Metallhydrid-, zugleich langlebiger und stabiler als eine Lithium-Ionen-Batterie.
Die 4,85 Meter lange Mittelklasse-Limousine hat mehr als ausreichend Platz für die Insassen – und in der Version Active Pro eine mehr als umfangreiche Ausstattung. Ja, so lässt es sich gut leben …

NÖN-Test: Kia Optima Hybrid Active Pro
Charakteristik. Feschak mit Doppelherz, erstes Kia-Hybridmodell in Europa.

Preis. Ab 37.290 €.

Serienausstattung. Sechs Airbags, elektronische Stabilitätskontrolle, Berganfahrassistent, Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Reifendruckkontrollsystem, Start/Stopp-System, Klimaautomatik, Sitzheizung vorne und hinten, Fahrersitz mit Ventilationsfunktion, Lenkradheizung, CD/MP3-Radio, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Navigationssystem, Rückfahrkamera, sieben Jahre/150.000 Kilometer Garantie.

Karosserie. Vier Türen, fünf Sitzplätze, Länge x Breite x Höhe 4.845 x 1.830 x 1.455 Millimeter, Wendekreis 10,9 Meter, Eigengewicht 1.587 Kilogramm, Kofferraumvolumen 381 Liter.

Motor. Hybrid – Benzinmotor: vier Zylinder, 1.999 Kubikzentimeter, 150 PS, 180 Newtonmeter; Elektromotor: 40 PS, 205 Newtonmeter von 0 bis 1.400 Umdrehungen pro Minute, Lithium-Polymer-Batterie; Systemleistung 190 PS; Höchstgeschwindigkeit 192 km/h, in 9,4 Sekunden auf Tempo 100, 5,4 Liter Super pro 100 Kilometer, 125 Gramm CO2 pro Kilometer.

Kraftübertragung. Frontantrieb, Automatikgetriebe (sechs Stufen).