Erstellt am 30. Mai 2011, 12:31

10 Jahre Mobile Kinderkrankenpflege. Die Mobile Kinderkrankenpflege (MOKI) feiert im Burgenland im heurigen Jahr ihren zehnten Geburtstag. Ziel für die Zukunft ist, die Betreuung im Landessüden auszubauen.

Zum Jubiläum zogen Soziallandesrat Peter Rezar (S), Hauptreferatsleiterin für Soziales Elvira Waniek-Kain und die beiden MOKI-Vorsitzenden Doris Spalek und Sabine Legenstein-Priller bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt Bilanz und gaben Ausblicke in die Zukunft: Die Betreuung soll im Süden des Landes ausgebaut werden, so Legenstein-Priller.

152 Kinder hat das neunköpfige MOKI-Team, bestehend aus diplomierten Kinderkrankenschwestern, im vergangenen Jahr in 1.211 Pflegestunden betreut. "Die Pflege in der gewohnten Umgebung wird von den Familien sehr gut aufgenommen", sagte Spalek. Eltern können beispielsweise durch die Unterstützung der MOKI-Mitarbeiterinnen ihr soziales Netzwerk pflegen, ausgehen, mit dem gesunden Geschwisterkind etwas unternehmen, erläuterte sie.

Damit das in Zukunft auch im Landessüden besser möglich ist, "werden wir das Team ausweiten", so Legenstein-Priller. "Der Ausbau im Süden ist von größter Wichtigkeit", sagte die Vorsitzende. Seit dem Jahr 2005 wird die Betreuung zwar flächendeckend in allen Bezirken angeboten. Die Bezirke Oberwart, Güssing und Jennersdorf müssen derzeit allerdings von einer Kollegin aus dem Mittelburgenland mitbetreut werden.

Der Verein der Mobilen Kinderkrankenpflege wurde 1999 in Wien und Niederösterreich gegründet. Seit 2001 gibt es ihn auch im Burgenland. Die Aufgaben des Vereins beinhalten unter anderem die Betreuung kranker Kinder vom Säuglingsalter bis zum 18. Lebensjahr. Aber auch wichtige Tipps für Mütter, die eben ein Kind geboren haben, werden in den eigenen vier Wänden weitergegeben. Außerdem kümmert sich das MOKI-Team gemeinsam mit der Jugendamt um minderjährige Eltern und deren Kinder.