Erstellt am 31. Januar 2012, 11:37

13 illegale Grenzgänger aufgegriffen. Die Polizei hat am Dienstag im Bezirk Neusiedl am See erneut illegale Grenzgänger aufgegriffen. Gegen 4.00 Uhr hielt eine Streife eine sechsköpfige Familie aus Afghanistan, darunter vier Kinder, in Parndorf an.

Baldiges Aus. Seit 20 Jahren kontrollieren Grenzsoldaten die österreichische Staatsgrenze im Bezirk Mattersburg und im restlichen Burgenland. Die Unterkunft in Loipersbach wurde vor kurzem aufgelassen, da bis Ende des Jahres die Anzahl der Soldaten nach und nach reduziert wird.BALDAUF  |  NOEN
Kurz darauf meldeten Anrainer, mehrere fremde Personen im Gemeindegebiet von Andau entdeckt zu haben. Sieben illegale Grenzgänger, vermutlich türkische Kurden, wurden angehalten, hieß es von der Sicherheitsdirektion Burgenland.

Mutter und Vater der afghanischen Familie hatten sich bei Personen vor einem Hotel erkundigt, wo sie sich befinden. "Daraufhin wurde die Polizei verständigt", sagte Stefan Eisner, Leiter der Abteilung Verwaltungspolizei der Sicherheitsdirektion Burgenland. Bei den in Andau aufgegriffenen Grenzgängern handelt es sich um eine Frau und sechs Männer. Alle 13 Personen wurden in die Grenzbezirksstelle nach Neusiedl am See gebracht.

Erst vergangene Wochen wurde im selben Bezirk ein Schlepper festgenommen, der mit 20 illegalen Grenzgängern in einem Kastenwagen unterwegs war. Dass die insgesamt 13 aufgegriffenen Personen gemeinsam von einer organisierten Schlepperbande nach Österreich bzw. ins Grenzgebiet gebracht wurde, wolle man nicht ausschließen, meinte Eisner.

Seit Juli 2011 wurden im Burgenland etwa 440 Personen aufgegriffen. Zu den "Hotspots" zählen laut Abteilungsleiter Eisner die Bezirke Neusiedl am See und Oberwart.