Erstellt am 28. März 2012, 11:38

19 illegale Grenzgänger im Burgenland aufgegriffen. Im Burgenland haben Polizisten am Dienstag erneut zwei größere Gruppen illegaler Grenzgänger aufgegriffen.

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In der Zeit von 7.25 bis 11.00 Uhr hielten Streifen in Bildein (Bezirk Güssing) und bei Dobersdorf (Bezirk Jennersdorf) insgesamt zehn Afghanen und neun pakistanische Staatsangehörige an. Die Männer im Alter von 15 bis 35 Jahre stellten Asylanträge und wurden in die Erstaufnahmestelle Ost nach Traiskirchen gebracht, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland am Mittwoch.
 
Im Ortsgebiet von Bildein wurden vier Pakistaner und sieben Afghanen aufgegriffen. Auf drei weitere afghanische Staatsangehörige und fünf Männer aus Pakistan stießen Polizisten an der Bundesstraße zwischen Rudersdorf und Dobersdorf. Die Männer hätten angegeben, dass sie in einem Lkw nach Österreich geschleppt worden seien, so ein Ermittler. Aufgrund der Umstände - Lkw-Schleppungen würden meist weiter ins Landesinnere durchgeführt - vermute man jedoch, dass die Aufgegriffenen in Pkw und Kleintransportern über die Grenze gebracht wurden.
 
"Sachdienliche Angaben haben sie keine gemacht", berichtete der Beamte. Die Aufgegriffenen hätten keine medizinische Hilfe benötigt. Die Männer seien verpflegt und dann nach Traiskirchen gebracht worden, nachdem sie Asylanträge gestellt hätten.
 
Die Ermittlungen bezüglich der Schleuser seien im Laufen: "Es ist zur Zeit so, dass täglich bis zu 20 Personen von Ungarn nach Österreich eingeschleppt werden", so der Ermittler. Die einzige Möglichkeit, um der illegalen Tätigkeit Herr zu werden, sei die Zusammenarbeit mit den Behörden in den Nachbarländern.
 
Eine Schlepperorganisation sei "wie ein gut gehendes Unternehmen, wo in jedem durchreisten Land eine Zweigstelle sitzt", meinte der Ermittler. Die Geschleppten würden dann von einer Zweigstelle zur anderen weitergereicht.