Erstellt am 28. August 2015, 15:24

von APA/Red

Flüchtlingsdrama auf A4. Im Zusammenhang mit dem Flüchtlingsdrama auf der A4 haben in Ungarn Hausdurchsuchungen stattgefunden, um die Hintergründe der Tragödie klären zu können, für die ein bulgarisch-ungarischer Schlepperring verantwortlich sein dürfte.

 |  NOEN, APA
20 Personen wurden dazu von der ungarischen Polizei verhört, berichtete die Sprecherin der Budapester Landespolizeidirektion, Viktoria Kovacs-Csiszer, am Freitag.

Bei den drei Verdächtigen, die auf Ersuchen der Staatsanwaltschaft Eisenstadt mit Europäischem Haftbefehl in Ungarn festgenommen wurden, handelt es sich um einen bulgarisch-libanesischen Geschäftsmann, den angeblichen Besitzer des auf der A4 in einer Pannenbucht bei Parndorf abgestellten Lkw, sowie die zwei mutmaßlichen Fahrer des Schlepper-Fahrzeugs.

Der eine ist ein bulgarischer Staatsbürger, der andere ein gebürtiger Afghane, der eine ungarische Identitätskarte bei sich hatte. Ob die drei in U-Haft genommen werden, muss die ungarische Justiz binnen drei Tagen entscheiden.