Erstellt am 10. Dezember 2015, 14:10

von APA Red

22-Jähriger brach bei Vereinen ein: Teilbedingte Strafe. Von April bis Juli ist es in den Bezirken Eisenstadt-Umgebung und Neusiedl am See zu zahlreichen Einbrüchen in Vereine gekommen. Am Donnerstag standen drei junge Menschen vor Gericht.

 |  NOEN, Erwin Wodicka - wodicka@aon.at
Ein 22-Jähriger fasste zwei Jahre Haft aus, wobei ihm 16 Monate bedingt nachgesehen werden. Eine 18-jährige Mittäterin kam mit sechs Monaten bedingt davon. Beim dritten Angeklagte einigte man sich auf eine Diversion.

Aus finanziellen Gründen losgezogen

Der 22-Jährige und die 18-Jährige aus dem Bezirk Eisenstadt-Umgebung gaben vor dem Schöffensenat am Landesgericht Eisenstadt an, aus finanziellen Gründen losgezogen zu sein. Sie fuhren mit dem Auto des jungen Mannes zu den Tatorten, brachen etwa in den Sportverein St. Margarethen und in Trausdorf ein und nahmen u.a. Geld, Zigaretten und alkoholische Getränke mit.

Das Diebesgut teilten die beiden auf und steckten das Geld in den Kauf von Cannabis, das nicht nur beide selbst konsumierten, sondern der 22-Jährige auch an zum Teil minderjährige Personen verkaufte.

Außerdem nahm der junge Mann einen 13-Jährigen und somit Unmündigen mit zum Einbrechen, was ihm vor allem Staatsanwalt Roland Koch vorhielt. "Das gibt es sonst nur bei Ostbanden, die ihre Kinder dazu ausbilden", meinte der Ankläger. Auch Schöffensenatsvorsitzende Richterin Gabriele Nemeskeri erklärte dem 22-Jährigen, dass dies eine "besonders blöde Idee" gewesen sei und sie das gar nicht möge.

"Kann nicht sagen, was mich da geritten hat"

Die beiden jungen Angeklagten zeigten sich vollinhaltlich geständig und bereuten ihre Tat. "Ich weiß nicht, warum ich damit angefangen habe", schilderte die nun 18-Jährige. Der 22-Jährige meinte: "Ich kann nicht sagen, was mich da geritten hat".

Die Urteile sind rechtskräftig. Dem 22-Jährigen wird die Zeit der Untersuchungshaft seit der Festnahme im Juli angerechnet. Aufgrund der Bewilligung einer bedingten Entlassung nach zwei Drittel der Haftstrafe darf er zu Weihnachten die Justizanstalt verlassen.

Im Zuge der Verhandlung stand auch noch ein dritter Beteiligter vor Gericht. Das Verfahren des 21-Jährigen, der bei einem Coup dabei gewesen sein soll, wurde allerdings aufgrund einer Diversion ausgeschieden. Der bald dreifache arbeitslose Niederösterreicher muss 120 Stunden gemeinnützige Arbeit leisten.