Erstellt am 28. Oktober 2014, 12:38

von APA/Red

30-jähriger Nachbarschaftsstreit erneut vor Gericht. Ein 30-jähriger Nachbarschaftsstreit in einer Gemeinde im Bezirk Mattersburg ist am Dienstag zum zweiten Mal in Eisenstadt vor Gericht gelandet.

 |  NOEN, ROBERT PARIGGER (APA (Archiv/Parigger))
Ein 73-jähriger Mann soll seine Nachbarin u.a. gefährlich bedroht haben. Er werde sie erschießen, bevor er ins Gefängnis gehe, soll er gesagt haben. Der Mann muss 1.500 Euro Geldstrafe zahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Verbale Auseinandersetzungen und Bedrohungen

Ein zwischen den beiden Parteien liegendes Grundstück, das dem von der Staatsanwaltschaft Eisenstadt angeklagten Mann gehört, soll Grund für den jahrzehntelangen Streit sein. Die Nachbarin und ihr Mann waren an dem Grundstück interessiert, doch hatte der Pensionist das Stück Land zuvor gekauft. Immer wieder gab es deshalb Streit. Seit etwa sieben, acht Jahren gebe es heftige verbale Auseinandersetzungen und seit drei Jahren Bedrohungen, schilderte das 61-jährige Opfer.

Geldstrafe und Probezeit verlängert

Im Juli soll der Angeklagte der Frau - wie so oft - mit dem Moped nachgefahren sein, das Kennzeichen ihres Pkw abmontiert und später weggeworfen und die Frontscheibe des Wagens zerkratzt haben. Als sie das anzeigte, folgten drei Wochen später Bedrohungen des Mannes: "Ich schlitz dir die Wampe auf. Pass auf, wenn du mit dem Hund auf den Friedhof gehst". Später sei auch mehrmals der Satz "Ich erschieß dich, bevor ich ins Gefängnis gehe" gefallen. Der Angeklagte leugnete die Vorwürfe.

Einzelrichtern Birgit Falb verurteilte den Mann zu einer unbedingten Geldstrafe von 1.500 Euro und verlängerte die Probezeit aus einem Urteil aus dem Vorjahr - auch damals ging es um den Nachbarschaftsstreit - auf fünf Jahre. Die Strafe soll laut der Richterin "empfindlich sein, Sie sollen das spüren, sonst hören Sie ja nicht auf". "Ich will Sie hier beide nicht mehr wiedersehen", ermahnte Falb sowohl den Pensionisten als auch das Opfer.