Erstellt am 05. Oktober 2015, 12:44

von APA/Red

5.000 Flüchtlinge seit Mitternacht angekommen. Der Flüchtlingszustrom an den burgenländischen Grenzübergängen hat sich auch in der Nacht auf Montag fortgesetzt.

Jeden Tag kommen Hunderte Flüchtlinge im Burgenland an  |  NOEN, APA (Archiv)

Seit Mitternacht kamen nach Angaben der Landespolizeidirektion Burgenland in Nickelsdorf rund 5.000 Flüchtlinge mit Zügen aus Ungarn an.  Am Sonntag (zwischen 00.00 und 24.00 Uhr) wurden demnach insgesamt 5.800 Grenzübertritte von Asylwerbern registriert. 

4.700 Menschen übernachteten in Notquartieren

In der Nacht auf Montag übernachteten rund 4.700 Menschen in Notquartieren, sagte Gerry Foitik, Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes (ÖRK). Weitere 3.000 wurden in den Morgenstunden an den Sammelstellen, vor allem in Nickelsdorf, betreut. "Pro Tag kommen etwa 5.000 bis 7.000 Menschen nach Österreich." Diese würden zu 99 Prozent nach Deutschland weiterreisen, nachdem sie einen Tag und eventuell eine Nacht im Land verbracht haben, erklärte Foitik.

Das oberösterreichische Rote Kreuz betreute am vergangenen Wochenende 3.999 Flüchtlinge, wie die Hilfsorganisation am Montag mitteilte. Während in der Nacht auf Samstag 960 und in der Nacht auf Sonntag "nur" 590 Menschen in den bereitgestellten Quartieren nächtigten, betrug die Auslastung in der Nacht auf Montag mit 2.449 Männer, Frauen und Kinder sogar etwas mehr als 100 Prozent.

Denn die Kapazitäten waren für 2.420 Hilfe suchende Menschen ausgerichtet. Durch schon vorbereitete zusätzliche Betten "war diese Überbelegung jedoch kein Problem", erklärte das Rote Kreuz.

Neues Flüchtlingscamp wird in Serbien errichtet

Im südserbischen Bujanovac unweit von Presevo an der Grenze zu Mazedonien wird unterdessen ein neues Flüchtlingscamp errichtet. Dieses soll nach den Worten von Arbeitsminister Aleksandar Vulin auch zur Registrierung von Neuankömmlingen dienen. Derzeit treffen in Serbien täglich zwischen 2.000 und 4.000 Flüchtlinge ein.

In Camps gibt es laut dem Leiter des zuständigen Regierungskommissariates, Vladimir Cucic, landesweit zur Zeit Platz für rund 3.000 Flüchtlinge. Nachdem Ungarn Mitte September seine Grenze zu Serbien dicht gemacht hatte, versuchen tausende Flüchtlinge, über Kroatien weiter nach Nordwesten zu gelangen. Aus diesem Grund stehe das Camp in Kanjiza unweit des Grenzüberganges zu Ungarn Horgos-Röszke derzeit leer, erläuterte Cucic.