Erstellt am 12. Januar 2011, 14:19

50 Millionen Euro für Hochwasserschutz. Der Landessüden soll in zehn Jahren vor hundertjährlichen Hochwasserereignissen sicher sein. In den kommenden zehn Jahren sollen insgesamt 48 Schutzbauten errichtet werden. Investiert werden rund 50 Millionen Euro.

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Im Juni 2009 ist die südburgenländische Gemeinde Strem (Bezirk Güssing) durch ein Hochwasser stark in Mitleidenschaft gezogen worden. Damals stand der halbe Ort unter Wasser, blickte Bürgermeister Bernhard Deutsch (V) zurück. Nun sind Pläne für ein Rückhaltebecken in die Tat umgesetzt worden, bis Ende 2012 soll es fertiggestellt sein. Auch andere Gemeinden im Landessüden sollen Hochwasserschutzmaßnahmen treffen, sagte Agrarlandesrat Werner Falb-Meixner (V) am Mittwoch. In den kommenden zehn Jahren sollen insgesamt 48 Schutzbauten errichtet werden. Investiert werden rund 50 Millionen Euro.

Bereits in den vergangenen zehn Jahren seien 100 Millionen im Burgenland in Hochwasserschutzmaßnahmen investiert worden, so Falb-Meixner. Das Geld für die Bauten kam von Bund, Land und den jeweiligen Gemeinden. Auch beim Projekt in Strem wurden die Gesamtkosten von etwa 550.000 Euro auf diese drei Investitionsträger aufgeteilt. 45 Prozent übernimmt der Bund, 40 Prozent das Land. Der Gemeindeanteil liegt bei 15 Prozent und somit bei mehr als 80.000 Euro.

Den Plan für den Bau der Schutzmaßnahmen gibt es in Strem laut Deutsch bereits seit mehr als zehn Jahren. Aufgrund einer Straßenverlegung geriet dieser jedoch ins Stocken, musste neu adaptiert werden. Die "jetzige Version" gebe es seit 2006. Jetzt habe man "Gott sei Dank endlich" mit den Bauarbeiten beginnen können, sagte der Stremer Ortschef.

Falb-Meixner appellierte an alle betroffenen südburgenländischen Gemeinden, "rasch Planungsmaßnahmen in Angriff zu nehmen und mit der Umsetzung der notwendigen Projekte zu beginnen." "Die Wetterkapriolen haben uns gezeigt, dass es immer häufiger zu solchem Hochwasser kommt", sagte Deutsch. Deshalb müsse man so schnell wie möglich Pläne entwickeln und Maßnahmen treffen, so der Bürgermeister.