Erstellt am 02. Mai 2011, 12:18

500.000 Unterschriften zu AKW-Abschaltungen. Ihre Forderung nach einem weltweiten Ausstieg aus der Atomenergie hat die Umweltschutzorganisation Global 2000 am Montag im Parlament deponiert. Geschäftsführer Klaus Kastenhofer überreichte Nationalratspräsidentin Prammer die bisher gesammelten mehr als 500.000 Unterschriften für die Aktion "Abschalten! Jetzt", wie die Parlamentskorrespondenz am Montag mitteilte.

Ihre Forderung nach einem weltweiten Ausstieg aus der Atomenergie hat die Umweltschutzorganisation Global 2000 am Montag im Parlament deponiert. Geschäftsführer Klaus Kastenhofer überreichte Nationalratspräsidentin Prammer die bisher gesammelten mehr als 500.000 Unterschriften für die Aktion "Abschalten! Jetzt", wie die Parlamentskorrespondenz am Montag mitteilte.

Die Unterschriften-Kampagne, die Mitte März gestartet worden war, fordert die sofortige Abschaltung der Hochsicherheitsreaktoren. Zugleich wird ein Stopp für Laufzeitverlängerungen, AKW-Neubaupläne und der "Milliarden-Subventionen" an die Atomindustrie gefordert sowie ein Abschaltplan für alle europäischen AKW bis 2020 und Investitionen in erneuerbare Energie. Die Unterschriften sollen an die Staats- und Regierungschefs aller europäischen Staaten, die AKW betreiben, sowie an die EU-Kommission übergeben werden.

Aufgrund der Unterstützung durch die Klubobleute Josef Cap, Karlheinz Kopf, Heinz-Christian Strache und Eva Glawischnig konnte die Unterschriftenaktion als Petition eingebracht und dem Petitionsausschuss zugewiesen werden, so die Parlamentskorrespondenz. Präsidentin Prammer vereinbarte demnach mit den Vertretern von Global 2000, dass es demnächst zu einem Treffen kommen soll. Bei diesem soll erörtert werden, wie vom Parlament aus eine nachhaltige Anti-Atompolitik unterstützt werden könne. "Damit schließe ich an die gute Tradition von regelmäßigen derartigen Gesprächen an, als ich in der Bundesregierung für Anti-Atompolitik zuständig war", sagte Prammer.

Die Petition kann laut Global 2000 weiter unterstützt werden. Als nächster offizieller Schritt soll die Petition Mitte Mai an Vertreter der Europäischen Kommission in Brüssel übergeben werden.