Erstellt am 03. April 2015, 09:25

54 Einbruchsdiebstähle geklärt - Schaden 400.000 €. Die Ermittlungen zur Tätergruppe nahmen im April 2012 ihren Lauf. Der Verdacht fiel dabei auf drei männliche ungarische Staatsbürger im Alter von 38, 40 und 45 Jahren sowie möglichen weiteren Tätern, welche für eine Reihe von Einbruchsdiebstählen in Österreich in Frage kamen.

 |  NOEN, Erwin Wodicka / wodicka@aon.at
Da es sich bei den Tätern durchwegs um Ungarn handelte, wurden auch ungarische Kollegen in den Fall eingebunden.

Hausdurchsuchungen wurden durchgeführt

Nachdem die Kriminellen bei der Anhaltung durch die ungarische Polizei Diebesgut bei sich hatten, wurden auch Hausdurchsuchungen durchgeführt, wobei sich der Tatverdacht gegen die Tätergruppe weiter erhärtete.
Es wurden insgesamt 54 Tatorte ermittelt, welche der Tätergruppierung zugeordnet werden konnte. Da die Tätergruppe in unterschiedlichsten Konstellationen zur Begehung von Straftaten nach Österreich fuhr, waren die Erhebungen sehr komplex, schwierig, äußerst zeitaufwendig und besonders arbeitsintensiv.

Nach Erstattung entsprechender Anlassberichte an die Staatsanwaltschaft Eisenstadt und den anschließend erlassenen Festnahmeanordnungen für drei Täter, wurde einer der verdächtigen ungarischer Staatsbürger (45) und seine ehemalige Lebensgefährtin (20) am 28.06.2013, bei einem Einbruchsdiebstahl in die Kabine des Tennisclubs St. Veit an der Gölsen (NÖ) auf frischer Tat betreten und festgenommen.

Im Zuge einer Verkehrskontrolle festgenommen

Ein zweiter Täter (40) wurde im Zuge einer Verkehrskontrolle am 27.08.2013 in Punitz ebenfalls auf Grund der bestehenden Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Eisenstadt festgenommen.
Für die Causa "Kantineneinbrüche" (40 Fakten – Einbrüche in Sportkabinen bzw. Sportplatzkantinen in sämtlichen Bezirken des Burgenlandes sowie in der Steiermark und in Niederösterreich mit einer Schadenssumme von ca. 139.600,--Euro), wurde anschließend ein separater Abschlussbericht an die Staatsanwaltschaft Eisenstadt übermittelt.

Bei der Hauptverhandlung am 23.04.2014 beim LG Eisenstadt wurden zwei Täter zu mehrjährigen unbedingten Haftstrafen und die weibliche ungarische Staatsbürgerin zu einer bedingten Haftstrafe, (bei Anrechnung der Untersuchungshaft von rund 9 Monaten) verurteilt.
Zum Großteil liegen zu diesen Fakten Geständnisse der Täter vor.

14 Einbruchsdiebstähle konnte Tätergruppe nachgewiesen werden

Die weiteren 14 Einbruchsdiebstähle konnte der gleichen Tätergruppe nachgewiesen werden, wobei diese wie angeführt in verschiedenen Konstellationen auftrat.

Dabei handelt es sich vorwiegend um Einbrüche in Reifenfirmen, Containern, Lagerhallen, Bauhöfe und Geschäfte im Burgenland, in Niederösterreich, sowie in der Steiermark. Dabei wurden große Mengen an Reifen, Maschinen, Fahrzeuge, Buntmetall und Treibstoff erbeutet.Die Gesamtschadenssumme beträgt ca. 400.000.- Euro.

Insgesamt konnten 15 Personen im Alter zwischen 27 und 57 Jahren ausgeforscht werden, die in unmittelbaren Zusammenhang mit den Einbrüchen stehen. Zwei davon (ebenfalls ungarische Staatsbürger) stehen in dringendem Verdacht, die gestohlenen Gegenstände bei sich verwahrt und in weiterer Folge gewerbsmäßig veräußert zu haben.

Fünf Mitglieder der Tätergruppe rechtskräftig verurteilt

Auch bei dieser Tätergruppe handelt es sich durchwegs um ungarische Staatsangehörige, von denen ein Großteil als Intensivtäter bezeichnet werden kann.

Mittlerweile wurden fünf Mitglieder der Tätergruppe in Österreich rechtskräftig verurteilt. Gegen vier Täter bestehen nationale bzw. internationale Festnahmeanordnungen. Ein Täter befindet sich in Deutschland in Strafhaft. Die angeführten Personen kennen sich untereinander, da sie einerseits – wenn auch nur "weitschichtig" – miteinander verwandt sind, andererseits auch in Gemeinden wohnen, welche nur unweit von einander entfernt sind.