Erstellt am 30. August 2015, 17:02

Ab sofort Polizei-Kontrollen an Grenzübergängen. Ab sofort werden an den Grenzen in der Ostregion bis auf unbestimmte Zeit größere Fahrzeuge mit möglichen Verstecken für Geschleppte von der Exekutive angehalten und kontrolliert.

 |  NOEN, www.BilderBox.com, Erwin Wodicka
Diese Konsequenz aus dem Flüchtlingsdrama, bei dem 71 tote Flüchtlinge in einem LKW auf der A4 gefunden wurden, hat Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) am Sonntag in einer Aussendung angekündigt.

Im Kampf gegen die Schlepperkriminalität, und um gefährlichen Situationen auf der Autobahn zu verhindern, werden ab Sonntagabend Schwerpunktkontrollen im grenznahen Bereich und an den internationalen Hauptverkehrswegen durchgeführt. Diese grenznahen Kontroll-Hotspots sind mit den bayrischen, ungarischen und slowakischen Behörden akkordiert.

Polizeiliche Kontrolle von Fahrzeugen

Im Rahmen der Kontrollen werden im Nahbereich der Grenzübergängen in der Ostregion jene Fahrzeuge, die auf möglichen Schmuggelverstecken für Geschleppte schließen lassen, angehalten und verkehrs- bzw. sicherheitspolizeilich überprüft.

Verkehrsbehinderungen vorprogrammiert

Diese verstärkten Kontrollen werden zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen und zu Staubildung führen. Um Menschenleben zu retten und die Schlepperkriminalität wirksam zu bekämpfen, müssen temporäre Verkehrsbehinderungen in Kauf genommen werden, heißt es in der Aussendung.

Mikl-Leitner für "außergewöhnliche Härte"

"Wir stehen Verbrechern gegenüber, die mit außerordentlicher Skrupellosigkeit vorgehen. Daher müssen wir ihnen auch mit außergewöhnlicher Härte begegnen, um die erfolgreich zu bekämpfen", begründete Mikl-Leitner die Maßnahme gegen Schlepper. "Die Botschaft an die Verbrecher ist ganz klar: Ihr könnt euch in Österreich nicht sicher fühlen. Kriminelle Schlepper werden in Österreich erwischt und landen hinter Gittern", so die Innenministerin.

Kontrollen bereits angelaufen

54 Beamte sind dabei im Einsatz, sowohl 500 Meter vor der Raststation Nickelsdorf als auch auf den Ausweichrouten sowie in Eisenstadt, Mattersburg und Oberpullendorf werden Kontrollen durchgeführt. Das bedeutet, dass verdächtige Fahrzeuge wie etwa Kastenwagen angehalten und auf Flüchtlinge bzw. Schlepper kontrolliert werden. Mit Beginn der Aktion werden die Beamten von 20 Kollegen aus Wien verstärkt.