Erstellt am 17. Februar 2016, 12:26

von Bettina Eder

Acht „falsche Neffen“ in einer Woche. Acht „falsche Neffen“ kamen in einer Woche im Burgenland nicht zum Ziel. „Menschen sind sensibilisiert“, so Polizeisprecher Bachkönig.

Shutterstock/arda savasciogullari

„Acht Versuche in einer Woche, acht - aus Sicht der Täter – Fehlschläge. Die Leute sind beim Neffentrick schon sensibilisiert“, freut sich Polizeisprecher Wolfgang Bachkönig.

Im ganzen Nordburgenland und jetzt auch in Oberpullendorf hatten es die Täter probiert (

und unten). „Der letzte männliche Anrufer hat mit deutschem Akzent gesprochen“, so Bachkönig.

Pensionistin reagierte richtig und informierte Tochter

Ein unbekannter Anrufer versuchte am 12. Feber um 11.30 Uhr einer 85-jährigen Frau aus Oberpullendorf mittels Neffentrick 60.000 Euro herauszulocken. Die Pensionistin reagierte richtig, setzte ihre Tochter in Kenntnis, die die Polizei verständigte.

Bei dem Anrufer handelt es sich um einen Mann mit bundesdeutschem Akzent, der sich als Neffe ausgab. Er gab vor, für den Ausbau seiner Wohnung dringend Geld zu benötigen.

Etwa eine Stunde zuvor scheiterte der vermutlich gleiche Betrüger ebenfalls in Oberpullendorf, bei einem Versuch, einer Pensionistin mit dem Neffentrick Geld herauszulocken. Auch diese Frau reagierte richtig. Sie legte den Hörer einfach auf und verständigte die Polizei.

Betreuer konnte Frau im Gespräch überzeugen

Ebenfalls am 12. wurde versucht, einer 79-jährigen Frau aus Frauenkirchen mittels Neffentrick, unter Vorgabe der Schwiegersohn ihrer Bekannten zu sein, vorerst 130.000 Euro herauszulocken. Nachdem die Frau dem Anrufer zu verstehen gab, dass ihr Geld gebunden sei, wurde der Betrag auf 50.000 Euro reduziert.

Unmittelbar nach dem Gespräch suchte die Pensionistin ihre Bank auf, wurde aber, da ihr Betreuer nicht mehr anwesend war, auf den nächsten Tag verwiesen. Am nächsten Morgen suchte sie abermals die Bank auf, ihr Betreuer konnte dann die Frau im Gespräch überzeugen, keinem Unbekannten einen Geldbetrag auszuhändigen.

Dies teilte sie dem unbekannten Anrufer auch mit, worauf dieser ihr vorschlug, den Geldbetrag von seiner Schwiegermutter zu borgen. Darauf suchte die 79 Jährige ihre Bekannte, die vermeintliche Schwiegermutter, auf und bei einem neuerlichen Anruf erkannte diese sofort, dass es sich nicht um ihren Schwiegersohn handle. Darauf wurde das Gespräch sofort beendet.

BVZ.at hatte berichtet: