Erstellt am 03. Oktober 2012, 12:25

Anonyme Anzeige gegen Ex-ÖBB-Chef Huber. Gegen den früheren ÖBB-Chef Martin Huber und den Ex-Personenverkehrschef Franz Nigl liegt eine anonyme Anzeige vor.

Den beiden wird darin vorgeworfen, einen Auftrag für Dienstuniformen über 1,6 Mio. Euro an Christian Jagerhofer vergeben zu haben, obwohl dessen Firma keine Erfahrung mit Dienstkleidung gehabt habe. Hingegen sei sein Bruder Hannes Jagerhofer mit Huber befreundet, so der Vorwurf. Laut einer Vorabmeldung der Regionalmedien Austria (RMA) sei der Auftrag für die ÖBB auch kein gutes Geschäft geworden, da die Uniformen laut einem späteren Bahn-Gutachten von minderer Qualität gewesen und teilweise stark beschmutzt angekommen seien. Auch sei die Bahn auf schlechter Ware wie Kosten sitzengeblieben, da das Unternehmen von Christian Jagerhofer 2009 in Konkurs ging, heißt es in der Meldung.

Staatsanwalt Erich Mayer von der Korruptionsstaatsanwaltschaft bestätigte am Mittwoch den Eingang der Anzeige, es werde noch geprüft, ob die Korruptionsstaatsanwaltschaft oder die Staatsanwaltschaft Wien zuständig ist.

Im März 2010 hatte die Grüne Abgeordnete Gabriele Moser zu diesem Fall eine parlamentarische Anfrage gestellt und den Vorwurf erhoben, der Auftrag sei nicht an den Bestbieter gegangen. Die ÖBB wiesen die Vorwürfe zurück, das Vergabeverfahren sei ordnungsgemäß abgewickelt worden und der Bestbieter habe den Zuschlag bekommen, betonte ÖBB-Sprecher Alfred Ruhaltinger damals. Allerdings habe es tatsächlich Qualitätsmängel gegeben, gegen die man rechtliche Schritte eingeleitet habe.