Erstellt am 01. April 2012, 10:19

Anonymous-Enthüllungen offenbar Aprilscherz. Die Ankündigung des Internet-Kollektivs Anonymous, Österreich mit politischen Enthüllungen erschüttern zu wollen, war offenbar ein Aprilscherz.

Nachdem der Countdown auf der Website der Aktivisten um Mitternacht auf Null gesprungen war, passierte nichts. Später tauchte im Web eine Stellungnahme an die "Bürger Österreichs" auf, in der erklärt wurde, dass die Leaks frei erfunden gewesen seien.

Die Aktion sollte pünktlich am 1. April über die Bühne gehen, zeitgleich mit dem Start der viel kritisierten Vorratsdatenspeicherung (VDS). Als dann nichts von den angeblich gehackten Politikern-E-Mails online ging, redete sich AnonAustria via Twitter darauf aus, von Regierungsservern aus angegriffen worden zu sein. Nach weiteren Vertröstungen war dann Funkstille, bis schließlich - über den Twitter-Account von "Anonymous Germany" gepostet - eingestanden wurde, dass man nur "die Media attention für die VDS so weit wie es geht hochzukurbeln" wollte.

Stutzig hätte eigentlich schon das Twitter-Stichwort der Aktion machen können, der Hashtag lautete nämlich #OpPitDog. Übersetzen kann man "Pit Dog" als Grubenhund, was Medienleuten als Synonym für Zeitungsente bekannt ist. Die Tageszeitung "Österreich" zeigte sich davon unbeirrt, publizierte am Samstag vorab ein Interview mit den Aktivisten und hatte die Schlagzeile "Anonymous-Hacker packt aus - 10.295 Polit-E-Mails gehackt" auch noch auf der Titelseite ihrer Sonntagsausgabe.