Erstellt am 23. März 2012, 12:03

Anonymous: Politiker überwacht. Das nahende Inkrafttreten der Vorratsdatenspeicherung am 1. April ruft die Internet-Aktivisten Anonymous bzw. deren Österreich-Ableger AnonAustria auf den Plan. Sie kündigten am Freitag die Veröffentlichung von angeblich heiklem Material:

Man habe über Monate hinweg "Dutzende E-Mail-Accounts von Politikern überwacht" und werde Dinge publik machen, die "Österreich erschüttern werden", hieß es.

Die Überwachungsaktion habe nämlich "gezeigt, dass die derzeit im Korruptionsuntersuchungsausschuss behandelten Fälle nur die Spitze des Eisbergs darstellen". Ein "Großteil der illegalen Machenschaften" sei "noch immer nicht aufgedeckt", das wollen jetzt die österreichischen Anonymen übernehmen. Starttermin für die Veröffentlichungen sei der 1. April, weil da eben auch die Vorratsdatenspeicherung in Kraft tritt.

Man verfüge überdies über "Originaldokumente" von Überwachungseinsätzen des Bundesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) gegen "regierungskritische Journalisten", die ebenfalls den Weg an die Öffentlichkeit finden sollen, kündigten die Aktivisten in einer Aussendung an. Und schließlich hat sich AnonAustria "auch die IT-Systeme der österreichischen Internet Service Provider, vor allem jene der Telekom, näher angesehen", denn diese seien künftig ja für die Speicherung der Vorratsdaten zuständig.