Erstellt am 22. März 2016, 11:44

von Michael Pekovics

Anschläge in Brüssel: Michel Reimon hatte Glück. Das Flugzeug des burgenländischen EU-Abgeordneten Michel Reimon war zum Zeitpunkt der Anschläge bereits im Landeanflug.

 |  NOEN, Pekovics

Der burgenländische Grüne EU-Abgeordnete Michel Reimon hatte am Dienstagfrüh Glück: Sein Flugzeug befand sich bereits im Landeanflug auf den Brüsseler Flughafen, ehe die Maschine doch noch umdrehte und nach Frankfurt zurückkehrte. Reimon war um 7 Uhr in Wien gestartet und hätte kurz nach 8 Uhr, genau zum Zeitpunkt der Anschläge, landen sollen.

Auch Jabinger Gansfuss fast mittendrin im Chaos

"Wir waren schon im Sinkflug und wurden dann umgeleitet. Zu diesem Zeitpunkt war nur klar, dass es Explosionen gab, mehr hat der Pilot nicht gesagt", sagt Reimon gegenüber der BVZ. In seinem facebook-Posting rund zwei Stunden nach dem Anschlag war dem Grünen Abgeordneten die Erleichterung anzumerken: "Wieder mal knapp vorbei, irgendwann ist das Glück auch aufgebraucht ...

Reimon erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass "die Menschen aus Syrien vor denselben Tätern fliehen. Unsere Solidarität muss allen Menschen gelten, die Opfer von Bomben und Schüssen werden - ob hier oder in Syrien. Das ist die einzig richtige Reaktion."

Beinahe mittendrin im Chaos am Brüsseler Flughafen wäre auch der Jabinger Ronald Gansfuss gewesen. Der Mitarbeiter der Mona Oberwart war beruflich unterwegs und schildert der BVZ seine Eindrücke: "Wir haben beim Anflug sofort umgedreht und sind nach Frankfurt zurückgeflogen. Mittlerweile bin ich wieder in Wien. Schrecklich, dass so viele Menschen sterben mussten." Für seine morgige Reise nach London erwartet er sich massive Verzögerungen: "Bei der Einreise kommt es wegen der Kontrollen sicher zu langen Wartezeiten."
 


Reaktionen anderer Burgenländer in Brüssel:

Peter Vargyas, Ex-Bürgermeister von Mörbisch postet auf Facebook:

 An alle Freunde, die sich Sorgen machen .... uns geht's gut! Wir haben uns heute morgen glücklicherweise entschieden, nicht mit der Metro, sondern zu Fuß das europäische Viertel in Maelbeek zu erkunden. (…)

Seit Stunden sehen wir nun Blaulicht, Polizei, Soldaten.  (…) Wir haben Sicherheitsleute auf der Straße nach dem Status Quo gefragt; sie werden über Funk sehr genau am laufenden gehalten. Ihr Tipp an alle Passanten: ins Hotel zurück oder sonst wo unterkommen.

Viele Straßen hier im Viertel sind gesperrt und wir kommen zu Fuß nicht mehr überall entlang. Wir haben uns daher in eines der wenigen Bistros, die offen halten, zurück gezogen und verfolgen durch die Schaufenster das Geschehen auf der Straße.

Ziemlich mulmiges Gefühl.
 


Mehr zum Thema: