Erstellt am 23. November 2011, 12:31

Anstieg beim Delikt "Handy-Raub" in Österreich um 20 Prozent. In Österreich werden immer mehr Handys geraubt, wobei es sich in erster Linie um ein Großstadtproblem handelt.

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Im ganzen Land gab es von Jänner bis September im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2010 einen Anstieg von 20 Prozent (von 370 angezeigten Fällen auf 444), bestätige Bundeskriminalamtssprecher Helmut Greiner am Mittwoch.

Diese (vorläufige) Statistik erfasst das Delikt "Handy-Raub", also die Entwendung des Mobil- bzw. Smart-Telefons unter Anwendung oder Androhung von Gewalt. Diebstähle sind in diesen Zahlen nicht inkludiert.

In manchen Ländern gab es auf den ersten Blick dramatische Anstiege. Allerdings muss man relativieren: Im Burgenland und in Tirol gab es Anstiege von jeweils 100 Prozent - nämlich von einer Tat auf zwei Fälle bzw. von zwei auf vier. In Wien wurden in den ersten neun Monaten des Vorjahres 323 Handys geraubt, heuer waren es immerhin schon 379.

Die Täter sind meist Jugendliche, betonte Greiner. "Die Motive sind Gruppen- oder Konsumzwang", erläuterte er. Jungen Leuten rät die Polizei, Handys nicht zur Schau zu stellen. Die Aufklärungsquote ist mit 25,5 Prozent (Jänner bis September 2010: 30,5 Prozent) nicht besonders hoch, aber immerhin wird etwa in Wien jeder fünfte derartige Fall geklärt. Im gesamten Bundesgebiet wurden heuer 113 derartige Delikte geklärt (genau so viele wie auch von Jänner bis September 2010).