Erstellt am 06. Mai 2013, 11:54

Arbeitsloser handelte mit Autos und schädigte 19 Kunden um 97.000 Euro. Durch ein gestohlenes Auto, für das ein 58-jähriger vermeintlicher Autohändler beim Verkauf keine Provision zahlte, kamen Fahnder der Polizeiinspektion Eisenstadt dem Mann auf die Schliche zahlreicher Betrugshandlungen.

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Der Täter hatte in den Jahren 2009 bis 2012 19 Opfer aus den Bezirken Eisenstadt, Neusiedl/See und Bruck/Leitha betrogen, indem er ihnen keine Kommissionsgebühr bezahlte. Nach kurzer Haft befindet er sich derzeit auf freiem Fuß, die Gerichtsverhandlung steht noch aus.
 
Abgeschlossen konnten nun die Ermittlungen gegen den Kriminellen aus dem Bezirk Bruck/Leitha werden, der seit drei Jahren zahlreiche gutgläubige Opfer um mehr als 97.000.-€ betrogen hatte.

Ins Rollen hat den Fall eine 45-jährige Frau aus Wien mit einem von ihr gestohlenen PKW gebracht. Sie hatte das Fahrzeug dem Täter zum Verkauf überlassen Da er ihr kein Geld gab, erstattete sie die Anzeige, wobei im Zuge weiterer Erhebungen zahlreiche Betrugshandlungen ans Tageslicht kamen. Der Betrüger hatte zahlreiche Fahrzeuge auf Kommission zum Verkauf übernommen und den Besitzern nach der Veräußerung entweder kein Geld, oder wenn überhaupt, nur einen Teil ausgefolgt. Unter anderem bot er die Autos auch via Internet an und ließ sich für ein Fahrzeug, das meist nicht existent war, eine Vorauszahlung überweisen. Er verwendete insgesamt 23 verschiedene Pseudonyme und gab zu jedem Pseudonym mindestens zwei verschiedene Telefonnummern an. Am 30.5.2012 wurde er für mehrere Tage in Haft genommen, die jedoch bis zum Abschluss der Ehebungen wieder ausgesetzt wurde.

Unter anderem bezog der Betrüger auch seit längerer Zeit Arbeitslosengeld, wodurch auch das AMS Bruck geschädigt ist. Diesbezüglich sind noch weitere Ermittlungen im Gange.