Erstellt am 28. März 2012, 14:45

Auf Flucht tödlichen Unfall verursacht. Am 31. März 2011 hat ein Duo nach einem Einbruch einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Der Biker stürzte, wurde von einer damals 20-jährige Autofahrerin überrollt und starb noch an der Unfallstelle. Alle drei Beteiligten standen nun am Mittwoch in Eisenstadt vor dem Landesgericht.

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Der 25-jährige Pkw-Lenker aus Ungarn kollidierte mit einem 33-jährigen Motorradfahrer und fuhr davon. Der Biker stürzte, wurde von einer damals 20-jährige Autofahrerin überrollt und starb noch an der Unfallstelle. Alle drei Beteiligten standen nun am Mittwoch in Eisenstadt vor dem Landesgericht. Dem 25-jährigen Lenker wird fahrlässige Tötung sowie Körperverletzung, Imstichlassen eines Verletzten und Einbruch vorgeworfen. Auch sein 23-jähriger Beifahrer und die Autofahrerin wurden angeklagt. Der Prozess wurde vertagt.
 
Der Unfall ereignete sich auf der B65 in Eltendorf (Bezirk Jennersdorf). Die Pflegehelferin sei auf ihrem Heimweg gewesen. In Poppendorf überholte sie der Biker, danach habe sie ihn nicht mehr gesehen. In Eltendorf passierte schließlich das Unglück: Ein Pkw kam der Frau entgegen und blendete sie. Danach habe sie etwas auf der Straße liegen gesehen, gebremst und wollte ausweichen, gab sie vor Gericht zu Protokoll.
 
Die Frage, warum dieses Manöver nicht geklappt habe und sie den 33-Jährigen schließlich überrollte, konnte sie dem Sachverständigen nicht beantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft der Südburgenländerin ebenfalls fahrlässige Tötung vor, weil sie mit relativ überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war.
 
"Durch das Fehlverhalten des Lenkers wäre sie gar nicht in diese Situation gekommen", erklärte der Verteidiger der Pkw-Lenkerin vor Gericht. Die mittlerweile 21-Jährige legte ein Tatsachengeständnis ab.
 
Die beiden Angeklagten aus Ungarn konnten erst 75 Minuten nach Verhandlungsbeginn befragt werden, da sie aufgrund eines Verkehrsunfalls später kamen. Der Pkw-Lenker bekannte sich für den Einbruch nicht schuldig, gestand jedoch die Beteiligung am Unfall und die Fahrerflucht. Auch der Beifahrer, dem Einbruch vorgeworfen wird, bekannte sich schuldig.
 
"Ich hatte Angst. Weil dieser Jeep weggefahren ist, bin ich auch weggefahren. Ich war im Ausland, kenne die Sprache nicht. Es tut mir sehr leid", begründete der 25-jährige Ungar die Fahrerflucht. Die Existenz eines "ominösen schwarzen Jeeps" wurde allerdings von Richterin Gabriele Nemeskeri bezweifelt. Laut der 21-jährigen Pkw-Lenkerin sei am Unfallabend nämlich weit und breit kein anderes Auto unterwegs gewesen.

Wie es wirklich zu dem Unfall kam, ob ein drittes Fahrzeug beteiligt war sowie Details zum Einbruch sollen am 30. Mai geklärt werden. Dann wird der Prozess fortgesetzt.