Erstellt am 06. Juli 2011, 11:39

Bande verkaufte gestohlene, manipulierte Autos. Beamte der Soko Kfz haben Dienstag früh zwei mutmaßliche Autoschieber und Betrüger festgenommen. Die 40-jährigen Männer aus Österreich und Serbien sollen einer Tätergruppe angehören, die in Italien gestohlene Autos ins Land gebracht, den Kilometerstand zurückgedreht und anschließend mit gefälschten Dokumenten verkauft hat.

NÖN/BVZ
Weitere neun mutmaßliche Mitglieder wurden angezeigt. "Es handelt sich in diesem Fall definitiv nicht um die klassische Autoschieberei", so Chefinspektor Andreas Kummer von der Soko Kfz zur APA. Man könne schon eher von Wirtschaftskriminalität sprechen, erläuterte er: "Wir haben bei der Hausdurchsuchung eines Verdächtigen umfangreiches technisches Material für jegliche Manipulation sichergestellt." Insgesamt sieben Wohnungen in Wien, Niederösterreich, der Steiermark und im Burgenland haben die Ermittler untersucht.

Mittels zum Teil gefälschten Schecks oder vorgetäuschten Probefahrten sollen sich die Männer die Autos organisiert haben. "In Österreich angekommen, wurde dann der Kilometerstand um ganze 100.000 Kilometer zurückgedreht und an ahnungslose Menschen weiterverkauft, denen wir die Pkw nun wieder abnehmen mussten", sagte der Chefinspektor. Der Gesamtschaden wird auf 350.000 Euro geschätzt. "Wir können aber davon ausgehen, dass diese Summe weit höher sein wird."

Auf bestimmte Marken habe es die Bande nicht abgesehen gehabt. "Alles wonach gerade Bedarf ist wird angeboten, vom Porsche bis hin zum Opel", so Kummer. In den kommenden Wochen werde man nun die "große Menge an Unterlagen" sichten und aufarbeiten.