Erstellt am 21. Mai 2015, 09:26

von Michael Pekovics

Betrüger haben Firmen im Visier. Die Wirtschaftskammer warnt vor einer neuen Betrugswelle. Unternehmen sollen für Einträge in Datenbanken 300 bis 1.000 Euro zahlen.

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Einmal mehr warnt die Wirtschaftskammer vor einer neuen Betrugswelle, die vor allem Unternehmen im Visier hat. "Burgenländische Unternehmen bekommen derzeit wieder vermehrt unseriöse Angebote für Datenbankeinträge. Die Absender haben ihre Firmensitze sowohl im In- als auch im Ausland, wie etwa in der Slowakei, Spanien und auf den kanarischen Inseln", weiß Harald Mittermayer von der Wirtschaftskammer Burgenland.

Die Internet Online Media GmbH, Handelsregister.or.at, IRPT Onlineservice SL. und der Media Verlag Online treten beispielsweise per Post, Mail und/oder telefonisch an ihre potenziellen Opfer heran und fordern Beträge von 300 bis 1.000 Euro für dubiose Einträge in ihre Datenbanken. "Wir raten zur Vorsicht", so Mittermayer weiter. "Unbekannten Werbe- oder Eintragungsangeboten von vornherein kritisch gegenüberstehen und Dienstnehmer laufend anweisen, keine Überweisungen oder Unterschriften zu tätigen, wenn sie den Geschäftsfall nicht eindeutig zuordnen können."

Kostenpflichtige und verbindliche Einschaltungen – sogenannte „Pflichteinschaltungen“, die das Firmenbuch (früher: Handelsregister) betreffen, - gibt es nur (mehr) im Amtsblatt zur Wiener Zeitung. Diese schreibt die Gebühr selbst vor. Für nicht im Firmenbuch eingetragene Unternehmen gibt es im Allgemeinen keine entgeltlichen Pflichteintragungen in Zeitungen und dergleichen – sieht man von Verwaltungsgebühren etwa für die Eintragung im Gewerberegister ab.