Erstellt am 01. August 2011, 12:35

Blaue Gewerkschafter sorgen für Empörung. In einer Aussendung an ihre Mitglieder beklagen die freiheitlichen Polizeigewerkschafter - einem Bericht der Gratiszeitung "Heute" (Montagausgabe) zu Folge - über die zu leistende Schwerarbeit bei der Exekutive und fordern mehr Urlaub. Bebildert ist der Artikel mit einem Aquarell "Arbeit in der Gießerei", das offenbar NS-Zwangsarbeiter zeigt.

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Das Mauthausen-Komitee sieht die Verwendung dieses Bildes des Holocaust-Überlebenden Etienne van Ploeg als "pietätlos und unzumutbar". Der stellvertretende Vorsitzende der Polizeigewerkschaft Hermann Wally sprach von einer "unverantwortlichen Entgleisung". Grünen-Sozialsprecher Karl Öllinger erkennt einen den "NS-Terror verharmlosenden Vergleich von Polizeiarbeit und Zwangsarbeit in den Konzentrationslagern".

Der Vorsitzende der freiheitlichen Gewerkschafter (AUF), Werner Herbert erklärte hingegen, das Bild habe keinen geschichtlichen Bezug auf KZ-Zwangsarbeit. Vielmehr werde zeichnerisch die schwere Arbeit in einer Gießerei dargestellt. Die AUF lehne die NS-Zeit "mit ihren schrecklichen und verbrecherischen Auswüchsen" entschieden ab.
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