Erstellt am 25. März 2014, 16:55

Brennender Grünabfall schädlicher als Dieselruß. Am Karsamstag werden auch heuer wieder traditionell zahlreiche Osterfeuer entfacht. Unsachgemäßes Abbrennen von Brauchtumsfeuern kann jedoch negative Folgen haben.

In St. Michael wurde das Osterfeuer bereits in der Nacht von Freitag auf Samstag entzündet. Die Ortsfeuerwehr konnte den Brand löschen und zumindest die Hälfte der angehäuften brennbaren Materialien sichern. ARCHIV  |  NOEN
Das Abbrennen von Baumschnitt, von "grünem" oder feuchtem Material führe zu unvollständiger Verbrennung, warnte Burgenlands Umweltanwalt Hermann Frühstück: "Dabei entstehen Gifte, die zehnmal schädlicher sind als etwa Dieselruß."

Gesetzliche Ausnahme für Brauchtum

So würden beim Verbrennen eines 200 Kilogramm schweren Asthaufens mehr als dreieinhalb Kilogramm Feinstaub freigesetzt, erläuterte Frühstück. Das Bundesluftreinhaltegesetz verbietet das Verbrennen im Freien ganzjährig. Um Brauchtumsfeuer zu ermöglichen, wurde im Burgenland eine Ausnahmeverordnung erlassen. "Es geht nicht darum, etwas zu verbieten. Es muss aber gewährleistet sein, dass das Abbrennen von solchen Feuern rasch, sauber und ungefährlich erfolgt, mit möglichst wenig Feinstaubbelastung", sagte Landesrätin Verena Dunst (SPÖ).

Immer wieder komme es vor, dass beim Osterfeuer auch Müll, Forst-und Grünabfälle verbrannt werden, was eine enorme Schadstoffbelastung verursache. Sie appelliere daher eingehend an die Veranstalter, sich an die Regeln zu halten, so Dunst. Gemeinden erhalten dieser Tage einen Themenbrief mit Informationen zum richtigen Umgang mit Brauchtumsfeuern.

Nur trockenes Naturholz darf verbrannt werden

Osterfeuer dürfen im Burgenland nur an den Abenden und in den Nächten zwischen Karfreitag und Ostermontag, bei Schlechtwetter auch am Wochenende vor und am Wochenende nach dem Osterwochenende abgebrannt werden. Erlaubt sind nur allgemein zugängliche Plätze mit einem Mindestabstand von 25 Metern zum nächsten Gebäude. Abbrennen im Haus- und Hofbereich ist verboten. Für das Feuer darf nur trockenes Naturholz verwendet werden.

Bei Windgeschwindigkeiten ab 20 km/h ist das Entfachen von Osterfeuern ebenfalls nicht erlaubt. Veranstalter müssen überdies bei der jeweiligen Gemeinde schriftlich um Genehmigung anzusuchen. Zudem muss während der gesamten Dauer des Feuers mindestens eine Aufsichtsperson anwesend sein.