Erstellt am 19. August 2011, 14:05

Bundesheer fand Quecksilber in Rehfleisch. Ungesunder Fund: Durch Zufall hat das Bundesheer hohe Werte an Quecksilber in Rehfleisch entdeckt. Freyo Apfalter, Leiter der Sektion 3 (Bereitstellung), hat über Schwermetallbelastung in Wildfleisch gelesen und ließ das Fleisch der Rehe testen, die u.a. am Truppenübungsplatz Bruckneudorf geschossen wurden.

Symbolbild  |  NOEN, BilderBox.com
Im heereseigenen Labor fand man in Teilen von neun Fleischproben Quecksilber, das den Grenzwert um das 100-fache überstieg, so das Bundesheer.

Bernhard Schneider vom Bundesheer-Labor in Wien-Simmering sprach davon, dass nicht nur ein Tier, sondern mehrere mit Quecksilber belastet waren. Auch Kadmium und Blei habe man im Fleisch entdeckt, doch nicht so hohe Werte wie beim Quecksilber. Untersucht wurden Tiere nicht nur aus Bruckneudorf, sondern auch vom Truppenübungsplatz Allentsteig. Dort fand man keine Belastung. Man habe keine Erklärung, woher das Schwermetall im Fleisch herrühren könnte. Übungen des Bundesheeres sollen nicht schuld sein, so Schneider.

"Wir werden alles daran setzen, um die Quelle zu finden", sagte Schneider im Gespräch. Die Proben würden jetzt auch den zivilen Behörden übergeben werden.