Erstellt am 06. März 2013, 11:23

Bundessozialamt fördert benachteiligte Jugendliche. Unternehmen gehen verstärkt unkonventionelle Wege, um geeignete Lehrlinge zu finden, da die Zahl der Jugendlichen sinkt und viele von ihnen eine Matura der Lehre vorziehen.

Das Bundessozialamt organisiert nun Schnuppertage, um Jugendliche mit Benachteiligungen mit Firmen zusammenzubringen. Ab sofort werden Unternehmen gesucht, die Schnuppertage für benachteiligte Jugendliche anbieten wollen. Ziel sind 140 Betriebe, der Leiter des Bundessozialamtes, Günther Schuster, ist sich sicher, zumindest einige hundert Jugendliche für die Schnuppertage begeistern zu können.

Die Aktion soll in allen Bundesländern gestaffelt vom 17. Juni bis zu 19. Juli über die Bühne gehen und Menschen zwischen 15 und 25 Jahren die Chance geben, herauszufinden "was sie eigentlich können", so Schuster. Zwar sei es kein Anspruch an die Firmen, anschließend Jobs anzubieten, "aber man hofft natürlich, dass es über Kontakt zu Zusammenarbeit kommt."

Jugendliche können aus verschiedensten Gründen benachteiligt sein, sagt Schuster. So könne ihnen einfach die Unterstützung vom Elternhaus fehlen, sie könnten aber auch im Verhalten "schwierig" sein oder Lernschwierigkeiten haben, also auch nach der Pflichtschule die notwendigen Kompetenzen nicht haben.

Bei der Organisation greift das Bundessozialamt auf NEBA, das Netzwerk Berufliche Assistenz, mit seinen 140 Partnerorganisationen zurück, die beispielsweise Jugendcoaching oder Arbeitsassistenz anbieten. NEBA ist eine Initiative des Bundessozialamtes, das dem NEBA-Netzwerk 2012 50 Mio. Euro zur Verfügung gestellt hat.

Bereits an Bord sind Sozialpartner und einige Leitbetriebe wie ÖBB und Spar, die Bäckerei Mann, das Speditionsunternehmen UnitCargo, der Reiseveranstalter COLUMBUS fcm und das Gebäudemanagementunternehmen Wisag.