Erstellt am 22. März 2013, 08:52

Burgenländer am Montag in Kairo vor Gericht. Für Hannes F., der am 2. November 2011 wegen Verdachts auf Waffenschmuggel am Flughafen in Kairo festgenommen worden war und sich seither in Untersuchungshaft befindet, geht am Montag der Prozess in die elfte Runde.

Foto: Erwin Wodicka  |  NOEN, Erwin Wodicka
Die vorerst letzte Verhandlung hatte am 27. November 2012 stattgefunden. Lisa F., die Ehefrau des Burgenländers hofft für nächste Woche auf ein Urteil, teilte sie am Freitag mit.

Vier deklarierte Gewehre und 200 Schuss Munition im Gepäck wurden dem mittlerweile 33-Jährigen im November 2011 zum Verhängnis. Hannes F. reiste damals wegen eines Auftrags zur Bewachung eines Schiffstransports nach Kairo. Seither sitzt er im ägyptischen Gefängnis, hat einen Sommer mit enormen Temperaturen von über 60 Grad hinter sich - in einer Zelle mit bis zu 67 anderen Personen.

“Nach eineinhalb Jahren schwinden die Kräfte nicht nur bei Hannes, sondern auch bei uns Angehörigen. Aber sowohl Hannes als auch wir hoffen natürlich weiterhin”, so die Ehefrau. Schon mehrmals hatte es geheißen, es könnte sich um die letzte Verhandlung handeln. "Aber jedes Mal wurde doch wieder vertagt. Beim letzten Mal im November, als man einen Termin im März 2013 genannt hat, war ich einfach nur noch schockiert. Ich konnte und wollte das einfach nicht glauben”, erinnerte sich Lisa F. an den Herbst. Versuche, einen früheren Termin zu bekommen, scheiterten.

Was am Montag nun wirklich passieren wird, “steht in den Sternen. Ich kann es wirklich nicht sagen. Ein weiteres Mal kann ich einfach nur hoffen und warten, ob es ein Urteil gibt oder nicht. Denn wenn es noch einmal vertagt wird, ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass es aufgrund der Parlamentswahlen, dem Ramadan und der Gerichtsferien erst im September weitergeht.”