Erstellt am 26. Mai 2012, 13:20

Burgenländer erneut in Kairo vor Gericht. In Kairo wird am Sonntag der Prozess gegen einen Burgenländer fortgesetzt, dem Waffenschmuggel vorgeworfen wird.

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Der 32-jährige Hannes F. befindet sich seit 2. November des Vorjahres in der ägyptischen Hauptstadt in Untersuchungshaft. Er war damals wegen eines Auftrages zur Bewachung eines Schiffstransports nach Kairo gereist und hatte vier deklarierte Gewehre sowie 200 Schuss Munition im Gepäck. Am Flughafen wurde der Burgenländer nach seiner Ankunft von Zollbeamten festgenommen.

Am inzwischen fünften Prozesstag gibt es laut Auskunft des österreichischen Außenministeriums aufgrund der ägyptischen Praxis mehrere Möglichkeiten: "Nach unseren Informationen geht die Verteidigung davon aus, dass die mündliche Verhandlung in erster Instanz dann auch geschlossen wird. Es kann aber auch anders kommen", sagte Nikolaus Lutterotti, Sprecher im Außenministerium.

Denn es sei durchaus vorstellbar, dass ein Verteidiger der beiden Mitangeklagten noch weitere Beweisanträge stellt, so dass die Verhandlung noch einmal vertagt wird. Es könnte auch sein, dass der Prozess mit einem Urteil zu Ende geht, die Begründung dazu aber noch nicht verkündet wird. Es besteht auch die Möglichkeit, dass der Richter die Verhandlung beschließt und kein Urteil verkündet, sondern ein Datum für die Verkündung bekanntgibt.

"Die österreichische Botschaft wird den Prozess wieder beobachten und die Ehefrau des Angeklagten begleiten", so Lutterotti. Die Frau des Burgenländers, Lisa F., ist am Freitag erneut nach Kairo geflogen, um ihrem Mann beim Prozess beizustehen. "Es sollte die letzte Verhandlung sein", so Lisa F. Aber das habe man auch schon letztes Mal angenommen. Damals wurde der Prozess wegen eines Tumults im Gerichtssaal unterbrochen. Die Verhandlung am Sonntag vor dem Staatssicherheitsgericht könne bis zum Nachmittag dauern, da an diesem Tag auch mehrere andere Fälle behandelt werden.