Erstellt am 02. Oktober 2011, 13:23

Burgenländer soll in Wien serienweise Frauen sexuell attackiert haben. Ein 48 Jahre alter Burgenländer soll über mehrere Monate hinweg Mädchen und erwachsene Frauen in drei Wiener Bezirken sexuell attackiert haben.

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Vor eineinhalb Wochen fiel er über eine Zwölfjährige in einem Stiegenhaus her. Die Schülerin schrie um Hilfe, das Auftauchen ihrer Mutter vertrieb den Mann. Mit Hilfe ihrer Beschreibung und dank des auffälligen Autos des Gesuchten wurde er wenige Tage später ausgeforscht.

Am 22. September kurz vor 20.00 Uhr hatte der in Wien wohnende Burgenländer die Zwölfjährige ins Stiegenhaus ihrer Wohnhausanlage in der Donaustädter Schüttaustraße verfolgt, berichtete Polizeisprecher Roman Hahslinger im APA-Gespräch. Er schob dem Mädchen die Kleidung hoch, um es zu betasten. Durch die Hilfeschreie ihrer Tochter alarmiert, kam die Mutter angerannt, die den Mann noch durchs Stiegenhaus flüchten sah.

Ermittler des Landeskriminalamts Wien (Gruppe Hösch und Gruppe Brozek) forschten den Verdächtigen einige Tage später aus. Dabei half die Aussage der Mutter, aber auch Hinweise anderer Zeugen, die auf die Spur eines auffälligen Wagens führten: Wie der 48-Jährige nach seiner Festnahme gestand, hatte er monatelang mit seinem grau lackierten Oldie-Geländewagen, einem Opel Monterey, Frauen nachgestellt, sie verfolgt, beobachtet und bei geöffnetem Fahrerfenster masturbiert. "Ein angezeigter Fall aus Wien-Favoriten konnte dazu bereits geklärt werden", so Hahslinger.

Der Mann gab aber weiters zu, in den vergangenen vier Monaten zahlreiche Frauen ähnlich wie die Zwölfjährige sexuell genötigt zu haben. Die Polizei prüft nun, ob passende Anzeigen vorliegen. Weitere Opfer, Zeugen oder Auskunftspersonen können sich an das Landeskriminalamt Wien (Gruppe Hösch, Telefonnummer 01-31310 DW 33310 oder 33800) wenden.

Die Kennzeichentafeln seines Wagens hatte der Verdächtige bei seinen "Jagdfahrten", die er vor allem in den Bezirken Leopoldstadt, Favoriten und Brigittenau durchführte, immer vorsorglich abmoniert: Er ist Besitzer eines Wunschkennzeichens, das noch dazu auf seinen Familiennamen lautet. Auf sehr junge Mädchen habe es der Verdächtige angeblich explizit nicht abgesehen gehabt, so Hahslinger. Laut dessen Angaben im Verhör habe er jungen und auch älteren Frauen nachgestellt, aber keinen Kindern.

Das Motiv für die Sexattacken liege in seinem Vorleben begründet, sagt der 48-Jährige. "Er gibt selbst zu, schwere psychische Störungen in diesem Bereich zu haben", berichtete der Polizeisprecher.