Erstellt am 09. September 2016, 11:45

von BVZ Redaktion

Gezielte Kontrollen am Schulweg. In den ersten zwei Wochen ist die Exekutive im Burgenland in den Stadt- und Ortsgebieten im Bereich von Schul- und Schutzwegen verstärkt präsent.

Gefahrenpotential. Im vergangenen Jahr passierten im Burgenland acht Verkehrsunfälle am Schulweg. Foto: Shutterstock/unguryanu  |  Shutterstock/unguryanu

Am Montag startete das neue Schuljahr und viele Kinder legen den Weg alleine zurück – naturgemäß ein Gefahrenpotenzial für die Schüler. Das Burgenland zählt hierbei jedoch zu den wenigen Bundesländern, wo in den vergangenen 15 Jahren das Ziel „kein tödlicher Schulwegunfall“ erreicht wurde.

Im Bundesländer-Vergleich passieren hier auch die mit Abstand wenigsten Schulwegunfälle und die Zahl der Schulwegunfälle istim Vorjahr zurückgegangen, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Nach 13 Schulwegunfällen im Jahr 2014 passierten im Vorjahr acht Verkehrsunfälle am Schulweg.

„Schulweg ermöglicht die tägliche gesunde Portion Bewegung“

Für Kinder ist sehr wichtig, dass sie den Schulweg oder zumindest einen Teil davon zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen können. Bewegungsmangel ist bei Kindern ein zunehmendes Problem. „Der Schulweg ermöglicht, auf die tägliche gesunde Portion Bewegung zu kommen“, so VCÖ-Sprecher Christian Gratzer. Der Zusatzvorteil: Die Kinder sind von der ersten Schulstunde an munter und konzentrierter. Werden Kinder mit dem Auto zur Schule gebracht, wird ihnen diese Möglichkeit genommen.

Auch die Polizei hat entsprechende Vorkehrungen getroffen. In den ersten zwei Wochen (von 5. bis 9. und von 12. bis 16. September 2016) werden in den Stadt- bzw. Ortsgebieten im Bereich von Schul- und Schutzwegen von der Exekutive gezielte Kontrollen durchgeführt.

Die Kontrollzeiten finden schwerpunktmäßig zu Unterrichtsbeginn bzw. zu Unterrichtsende statt. Dabei wird besonders auf die Einhaltung der Geschwindigkeiten sowie auf das richtige Verhalten der Fahrzeuglenker bei der Annäherung zum Schutzweg geachtet. Durch diese verstärkte Präsenz der Exekutive sowie der Kontrollen soll vor allem im Bereich von Schulen eine verstärkte Aufmerksamkeit aller Fahrzeuglenker erreicht und dadurch Verkehrsunfälle vermieden werden.

Tipps:

  • Bei Schulanfängern und bei Kindern, die die Schule wechseln, ist es wichtig, den besten Schulweg zu eruieren. „Oft führen mehrere Wege in die Schule. Wichtig ist, den für das Kind besten und sichersten und nicht unbedingt den kürzesten Weg zu wählen“, erklärt VCÖ-Sprecher Gratzer.
  • Den Schulweg unbedingt aus der Perspektive des Kindes betrachten. Hindernisse oder parkende Autos, über die Erwachsene leicht hinwegblicken, können Kindern die Sicht leicht verstellen.
  • Als Regel sollte gelten: Am Schulweg bleibt das Handy in der Schultasche. Wer am Schulweg Gefahrenstellen sieht, unbedingt die Gemeinde davon informieren, damit Maßnahmen gesetzt werden.