Eisenstadt , Wallern

Erstellt am 11. August 2017, 12:08

von Redaktion bvz.at

Millionenschaden in Landwirtschaft durch Sturm. Die schweren Unwetter mit Sturmspitzen bis zu 130 km/h in der Nacht auf Freitag hinterließen für die burgenländische Landwirtschaft massive Schäden.

Sturmschäden an einem Folientunnel in Wallern (Bezirk Neusiedl)  |  Ivaylo Ivanov/Wallern

Starke Sturmschäden wurden der Landwirtschaftskammer vor allem bei den Folientunneln gemeldet (der Versicherungsgrad bei ihnen liegt laut einer Aussendung bei ca. zwei Dritteln).

Bgld. Landwirtschaftskammer/Steinhofer

Ebenso waren Schäden bei den Glashäusern zu verzeichnen, die jedoch zur Gänze versichert sind. Auch beim Mais gab es lokal kleinere Sturmschäden (hier liegt die Durchversicherung ungefähr bei 60 Prozent).

"Da die öffentliche Hand die Sturmschadenversicherung bezuschusst, kann in den genannten Fällen mit keinen Mitteln aus dem Katastrophenfonds gerechnet werden", informierte die Kammer.

Der verursachte Schaden wird "nach ersten vorsichtigen Schätzungen mit über einer Million Euro" angenommen. Ein genaueres Schadensausmaß kann erst nach Begutachtung durch die Sachverständigen der Hagelversicherung angegeben werden.

Bgld. Landwirtschaftskammer/Steinhofer

Darüber hinaus entstanden auch Schäden "in nichtversicherbaren Kulturen z.B. Wein und an Wirtschaftsgebäuden."

Die Landwirtschaftskammer betonte: "Einmal mehr wurde den Landwirten dramatisch vor Augen geführt, wie wichtig eine Katastrophenversicherung und damit Risikovorsorge ist. Durch die Bezuschussung der öffentlichen Hand ist diese Versicherung ein leistbares und unverzichtbares Instrument für die Landwirtschaft, welches aufgrund der zunehmenden Wetterextreme immer wichtiger wird."

Schäden im Weingarten  |  Bgld. Landwirtschaftskammer/Steinhofer