Eisenstadt , Bruck an der Leitha

Update am 20. Juli 2017, 13:07

von APA Red

Bande stahl Baumaschinen und Werkzeug. Zehn von elf Angeklagten wurden am Mittwoch - am ersten Prozesstag - in einem Verfahren gegen eine "Baumaschinenbande" in Eisenstadt nicht rechtskräftig zu unbedingten und teilbedingten Haftstrafen verurteilt. Der Bande wird schwerer, teils gewerbsmäßiger, Einbruchdiebstahl im Burgenland und Niederösterreich vorgeworfen. Das Verfahren wird am Donnerstag fortgesetzt.

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Elf Angeklagte mussten sich am Mittwoch vor dem Landesgericht in Eisenstadt wegen schwerem, teilweise gewerbsmäßigem Diebstahl im Rahmen einer kriminellen Vereinigung verantworten. Den Männern wird vorgeworfen, Baumaschinen und hochwertiges Werkzeug von Firmen sowie Lagerplätzen im Nordburgenland und Niederösterreich gestohlen zu haben.

Aufgrund eines anderen Prozesses hatte die Verhandlung mit eineinhalb Stunden Verspätung begonnen. Acht der angeklagten Rumänen bekannten sich schuldig, die restlichen zeigten sich teilweise geständig. Das Gericht entschied sich daraufhin für eine gesonderte Einvernahme der nicht voll geständigen Angeklagten.

Die elf Rumänen im Alter zwischen 20 und 47 Jahren sollen laut Anklage 2015 und 2016 im nördlichen Burgenland sowie in Teilen Niederösterreichs in Firmen und Lagerplätze eingedrungen und Baumaschinen sowie hochwertiges Werkzeug gestohlen haben. Der Wert der gestohlen bzw. zu stehlen versuchten Waren beläuft sich insgesamt auf knapp zwei Millionen Euro.

Unter anderem soll die Bande im Juli des Vorjahres in den Bauhof von Bruck an der Leitha eingebrochen und dort Werkzeug und Baumaschinen mithilfe von drei im Bauhof befindlichen Fahrzeugen abtransportiert haben. Der Schaden belief sich laut Anklageschrift auf rund 110.000 Euro.

Die Beschuldigten sollen Teil einer mindestens 30 Personen umfassenden, rumänischen Tätergruppe sein, die bereits seit 2015 Einbrüche und Diebstähle begangen haben soll. Die nun angeklagten Männer sollen sich in den vergangenen zwei Jahren der Bande angeschlossen haben.

Die Angeklagten hatten sich teilweise geständig gezeigt. Die elf Rumänen im Alter zwischen 20 und 47 Jahren waren laut Anklage 2015 und 2016 im nördlichen Burgenland sowie in Teilen Niederösterreichs in Firmen und Lagerplätze eingedrungen und hatten Baumaschinen sowie hochwertiges Werkzeug gestohlen. Der Wert der gestohlenen bzw. zu stehlen versuchten Waren belief sich auf knapp zwei Millionen Euro.

Unter anderem hatte die Bande im Juli des Vorjahres einen Einbruch in den Bauhof von Bruck an der Leitha (NÖ) verübt und von dort Werkzeug und Baumaschinen mithilfe von drei im Bauhof befindlichen Fahrzeugen abtransportiert. Der Schaden betrug laut Anklageschrift allein in diesem Fall rund 110.000 Euro.

Schon Mittwochmittag hatte es erste Urteile gegeben. Acht der elf Angeklagten wurden zu unbedingten und teilbedingten Freiheitsstrafen verurteilt. Sie verzichteten auf Rechtsmittel. Die Staatsanwaltschaft gab dazu keine Erklärung ab. Die acht Rumänen hatten sich zuvor schuldig bekannt. Der Zweit-, Dritt-, Zehnt- und Elftangeklagte wurden zu 24, 20, 27 und 18 Monaten unbedingt verurteilt. Die anderen vier Beschuldigten erhielten teilbedingte Freiheitsstrafen zwischen zwölf und 21 Monaten. Am Nachmittag erhielt der Erstangeklagte eine unbedingte Freiheitsstrafe von 30 Monaten. Der Neuntangeklagte wurde zu 18 Monaten, davon zwölf bedingt, verurteilt.

Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt. Dabei soll der Achtangeklagte - er verantwortete sich teilweise schuldig - einvernommen werden.

Schuldspruch für letzten Angeklagten

Im Verfahren um eine Baumaschinenbande ist am Donnerstag der letzte der insgesamt elf Angeklagten am Landesgericht Eisenstadt schuldig gesprochen worden. Die anderen Beschuldigten waren bereits am Mittwoch verurteilt worden. Der Achtangeklagte erhielt nun eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten, davon zwölf bedingt. Die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab, das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die elf Angeklagten mussten sich bei dem zweitägigen Prozess wegen schweren, teilweise gewerbsmäßigen Diebstahls im Rahmen einer kriminellen Vereinigung im Burgenland und in Niederösterreich verantworten. Der 29-jährige Achtangeklagte hatte sich nur teilweise geständig gezeigt. Der Rumäne bestritt, bei drei der insgesamt sechs ihm zur Last gelegten Delikte dabei gewesen zu sein. Zu den drei Einbruchsdiebstählen war es Anfang Juni 2016 gekommen. Damals waren unter anderem Kabeltrommeln sowie mehrere hundert Liter Diesel gestohlen worden.

Ein Zeuge hatte den Achtangeklagten bei seiner Einvernahme durch die Polizei belastet. Vor Gericht relativierte er jedoch seine Aussage. Er sei sich nicht hundertprozentig sicher, ob der 29-Jährige bei den Einbruchsdiebstählen dabei gewesen sei, meinte der 28-Jährige. Das habe er auch bei der Einvernahme vor der Polizei gesagt. Es handle sich um ein "Missverständnis".

Der Schöffensenat unter dem Vorsitz von Richterin Gabriele Nemeskeri kam jedoch zu dem Entschluss, dass der Angeklagte an allen sechs Delikten beteiligt war. Der Zeuge habe damals vor der Polizei sehr präzise Angaben gemacht. "Offenbar konnte er sich damals noch besser erinnern", merkte Nemeskeri an. Der Angeklagte nahm das Urteil an.