Erstellt am 25. Mai 2016, 00:14

von Richard Vogler

Burgenlands Feuerwehr wird digital. Spätestens mit Ende des kommenden Jahres wird jede einzelne burgenländische Feuerwehr mit einem BOS-Mobil- und einem Handfunkgerät ausgestattet sein.

Bei der Pressekonferenz. Landesfeuerwehrkommandat Alois Kögl, Landeshauptmann-Stellvertreter Johann Tschürtz und Michael Hauser (Ausbilder im Landesfeuerwehrkommando für Alarm- und Nachrichtenwesen).  |  NOEN, Feuerwehr

Die Digitalisierung der Feuerwehr schreitet voran - im kommenden Jahr wird jede einzelne Wehr im Burgenland mit digitalen Funkgeräten ausgestattet sein.

Eine Menge Geld stellt dabei das Land Burgenland zur Verfügung. Am 17. Mai wurde in der Landesregierung beschlossen, dass jede Wehr als Basisausstattung jeweils ein Hand- und ein Mobilfunkgerät erhält – rund 300.00 Euro werden dafür in die Hand genommen. Die infrastrukturellen Voraussetzungen für das Digitalfunknetz BOS Austria wurden in den letzten Monaten bereits geschaffen. „Mittlerweile gibt es für die neue Technologie 59 Sender auf burgenländischem Gebiet und zwei in benachbarten Bundesländern“, berichtet Landesfeuerwehrkommandant Alois Kögl.

"Die Qualität ist eine ganz andere, viel bessere"

Vereinzelt nutzen burgenländische Feuerwehren bereits diese Technologie, nun werden die Wehren jedoch sukzessive mit den Funkgeräten ausgestattet. Damit wird im Burgenland eine Lücke geschlossen – die Feuerwehr ist bislang die einzige Blaulichtorganisation, die diese Technologie nicht nützt. „Bei möglichen Großeinsätzen kann nun bald auch mit den anderen Organisationen auf diesem neuen Weg kommuniziert werden“, berichtet Ernst Böcskör, Leiter der Landessicherheitszentrale Burgenland.

Einen weiteren Vorteil hebt Kögl hervor: „Die Qualität ist eine ganz andere, viel besser als bei jener Technologie, die zur Zeit verwendet wird.“ In den kommenden Monaten werden die einzelnen Wehren mit den angeschafften Funkgeräten ausgestattet sein. „Spätestens mit Ende des kommenden Jahres wird dies flächendeckend der Fall sein. Ich rechne jedoch, dass wir früher damit fertig sein werden“, so Kögl.