Erstellt am 18. Mai 2016, 12:05

Burgenlands Feuerwehren erhalten Digitalfunkgeräte. Im Burgenland will die Feuerwehr bis Ende 2017 auf den digitalen Bündelfunk BOS Austria umsteigen.

 |  NOEN, Werner Müllner
Die Landesregierung habe am Dienstag beschlossen, für jede der 325 Feuerwehren den Ankauf einer Grundausstattung zu finanzieren, teilte Landeshauptmannstellvertreter Johann Tschürtz (FPÖ) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Eisenstadt mit.

Aktion unterstützt vor allem Kleinstfeuerwehren

Jede Feuerwehr bekomme ein Handfunkgerät und ein Mobilfunkgerät (zum Einsatz in beispielsweise in Fahrzeugen, Anm.), erläuterte Tschürtz. Mit dieser Aktion unterstütze man vor allem Kleinstfeuerwehren.

Insgesamt haben die burgenländischen Wehren 1.900 Mobil- und Handfunkgeräte geordert, die über die Bundesbeschaffungsstelle bestellt werden, berichtete Landesfeuerwehrkommandant Alois Kögl. Die Geräte werden nach den Vorgaben des Innenministeriums verschlüsselt und kommen dann zum Landesfeuerwehrverband. Spätestens Ende 2017 sollen auch die mobilen Geräte einsatzbereit sein.

Ziel: Den Analogfunk Ende 2017 verlassen

"Wir wollen im dritten Quartal mit der Auslieferung der Geräte beginnen", sagte Kögl. Die Auslieferung gehe mit einer Schulung der Benutzer einher. "Das erklärte Ziel ist, Ende 2017 wollen wir den Analogfunk verlassen", stellte der Landesfeuerwehrkommandant fest.

Mit den neuen Geräten könne die Feuerwehr bundesweit und Einsatzorganisationen übergreifend funken, was die Arbeit sehr erleichtern werde. Die Gesamtkosten für die Beschaffung aller Funkgeräte lägen bei rund 300.000 Euro.

Bisher wurden 800 Einsatzkräfte auf die neue Technologie eingeschult, erläuterte Michael Hauser vom Landesfeuerwehrkommando. Insgesamt gelte es, 17.000 burgenländische Feuerwehrleute zu erreichen.

Der digitale Funk BOS (Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben) Austria wird im Burgenland über 60 Senderstandorte abgewickelt, beim alten Analogfunk waren es sechs, berichtete Hauser. Somit gebe es nun eine flächendeckende Funkversorgung. Statt der bisherigen Vielzahl von Funkgeräten gebe es in Zukunft einheitliche Standards.