Erstellt am 22. Mai 2015, 11:12

Dauerregen: Überflutungsgefahr steigt an. Die verbreitet trübe und nasse Woche geht weiter. Heute Freitag breitet sich von Slowenien und Ungarn her zunehmend stärker werdender Regen aus, dabei regnet es besonders im Südburgenland, in Unterkärnten und der südlichen Steiermark für mehrere Stunden intensiv.

 |  NOEN, Feuerwehren zVg/BVZ
Nach dem zuletzt starken Regen zwischen Tirol und Oberkärnten gerät nun zunehmend der Südosten in den Fokus. „Zwischen den Karawanken und dem Steirischen Hügelland regnet es bis Samstagabend teils intensiv, in Summe kommen hier teils 60 bis 80 Liter pro Quadratmeter zusammen“, prognostiziert Clemens Teutsch-Zumtobel vom Wetterdienst UBIMET. „Im Bereich der Pack- und Koralpe sind sogar bis zu 100 Liter möglich.“

Böden sind schon gesättigt

In manchen Regionen der Steiermark und im Südburgenland hat es mit den Gewittern Mitte der Woche heftig geregnet und viele Böden sind schon gesättigt. „Dadurch kann es punktuell zu Überflutungen kommen“, warnt der Meteorologe.

Alles andere als Wonne

Hochzeitspaare haben es in diesem Monat schwer. „Besonders dieser Samstag fällt wieder in weiten Teilen des Landes ins Wasser, mit 8 bis 16 Grad bleibt es außerdem recht kühl.“ Auch das Finale des viel beachteten Song Contests am Samstagabend in Wien fällt dem Italientief zum Opfer. „Beim Public Viewing müssen sich die Besucher auf windiges und nasskaltes Wetter einstellen“, erklärt der Meteorologe.

Während es zwischen dem Loferer Land und dem Wienerwald teils ergiebig regnet, gibt es nur im Rheintal und am Bodensee längere trockene Abschnitte. Am Pfingstsonntag bleibt es häufig trüb nass, vom Salzkammergut bis ins Mostviertel klingt der Regen erst am Nachmittag ab. „Trockene Bedingungen gibt es am Sonntag von Vorarlberg bis Oberkärnten, der Nordföhn sorgt auch für sonnige Auflockerungen.“ Mit 12 bis 20 Grad wird es geringfügig wärmer.

Durchwachsen geht es weiter

Zumindest gibt es für Montag und Dienstag etwas bessere Nachrichten. „Der Pfingstmontag startet zwar mit einigen Restwolken und im Gebirge mit letzten Regentropfen, aber die Sonne setzt sich wieder häufiger durch“, so Teutsch-Zumtobel. Mit 15 bis 23 Grad wird es auch wärmer und der Nordwestwind lässt etwas nach.

Wanderer finden auf den Bergen teilweise winterliche Bedingungen vor, die Böden sind zudem aufgeweicht und auch Lawinenabgänge sind möglich. „In 2000 m Höhe steigen die Temperaturen auf 3 bis 6 Grad, einzelne Regenschauer sind auch nicht ausgeschlossen.“ Am Dienstag steht im Westen die nächste Front vor der Tür, Regenschauer werden wieder häufiger. „Trocken bleibt es wahrscheinlich im Osten und Südosten. Dazu gibt es 13 bis 23 Grad.“