Erstellt am 04. Februar 2011, 13:24

Der Kampf gegen das "Sackerlmonster". Die Umweltschutzorganisation Global 2000 im Kampf gegen das "Sackerlmonster": Um ihre Forderung nach dem Aus für die Plastiksackerl im Handel zu unterstreichen, fegten Aktivisten ein Monster aus rund 400 Sackerln von der Wiener Mariahilfer Straße herunter.

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Umweltminister Niki Berlkavoich kündigte zuletzt ein fünf Punkte Programm an, mit dem gemeinsam mit dem Handel Alternativen aus natürlichen Stoffen gefunden werden sollen.

"In Österreich werden von den Geschäften jährlich bis zu 350 Millionen Plastiksackerln an die Kunden abgegeben. Die meisten davon werden im Schnitt weniger als eine halbe Stunde lang benutzt, um dann im besten Fall auf Deponien zu enden, wo sie 100 bis 400 Jahre liegen bleiben. Minister Berlakovich muss dieser Ressourcenverschwendung und Umweltgefährdung ein Ende setzen", forderte Jens Karg, Sprecher der Umweltschutzorganisation Global 2000. "In Wien erwarten wir uns von einer rot-grünen Stadt-Regierung ein klares Bekenntnis zu einem Plastiksackerl-Verbot", so Karg.

Laut Umweltminister fallen in Österreich jährlich zwischen 5.000 bis 6.000 Tonnen an Plastiksackerln an, das sind ca. 0,01 Prozent des gesamten Abfalls. Weitere Maßnahmen seien aber nötig. "Jedes Plastiksackerl weniger, ist ein weiterer wichtiger Schritt zu noch mehr Umweltschutz", sagte der Minister in einer Aussendung. Helfen soll dabei ein fünf Punkte-Programm:

1. Kooperation mit dem Handel zur Plastiksackerlvermeidung
2. Pilotprojekt zum verstärkten Einsatz von abbaubaren
Verpackungsmaterialien
3. Bewusstseinsbildung zur Steigerung der Abfallvermeidung
4. Evaluierung bestehender Regelungen in anderen EU-Ländern
bezüglich Kunststofftragetaschen
5. Prüfung einer Kennzeichnungspflicht für Kunststofftragetaschen
durch die EU-Kommission anregen