Erstellt am 26. November 2012, 14:48

EADS lässt Vorwürfe nun von Kanzlei prüfen. In der Eurofighter-Affäre will der Rüstungs- und Luftfahrtkonzern EADS nun selbst zur Klärung der Vorwürfe beitragen.

Laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" (aktuelle Ausgabe) beauftragte EADS-Chef Tom Enders die Kanzlei Clifford Chance mit der Prüfung der angeblichen Schmiergeldzahlungen. "Ich will diese Angelegenheit so rasch wie möglich aufklären. Dieser Fall belastet unser Verhältnis zu Österreich und seinen Streitkräften und nicht zuletzt auch unser Ansehen und unsere Glaubwürdigkeit", wird Enders zitiert. Ziel der Prüfer sei, "ein umfassendes Bild dieser sehr komplexen Angelegenheit zu erhalten, um dann mögliche Konsequenzen zu ziehen".

Anfang des Monats fanden u.a. an drei EADS-Standorten im Raum München Hausdurchsuchungen der Münchner Staatsanwaltschaft statt. Ermittelt wird gegen 14 Beschuldigte, darunter zehn ehemalige und jetzige Mitarbeiter des Konzerns, wegen Bestechung, Untreue und Geldwäscherei. Die Ankläger haben den Verdacht, dass über Lobbyisten und Beratungsfirmen rund 180 Mio. Euro an Schmiergeldern geflossen sind.