Erstellt am 27. August 2013, 13:33

Einbrecherbanden geschnappt - 25 Verdächtige. Der österreichischen Polizei ist in Kooperation mit ungarischen Kollegen ein Schlag gegen drei Einbrecherbanden gelungen.

 |  NOEN, Landespolizeidirektion Burgenland
Die Täter kamen meist in der Nacht aus Ungarn nach Österreich und brachen in Nebengebäude ein. Sie erbeuteten hauptsächlich Werkzeug, Fahrräder, Mopeds und Rasenmäher, die sie Hehlern in Ungarn weitergaben. Insgesamt waren drei Banden aktiv, sagte Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) bei einer Pressekonferenz in Wien. 25 Täter wurden ausgeforscht, zehn befinden sich in Haft, so der Direktor des Bundeskriminalamts, Franz Lang.

Die ausgeforschten mutmaßlichen Täter zeigten sich größtenteils geständig. Die Gruppierungen bestanden hauptsächlich aus Männern im Alter von 23 bis 35 Jahren, ein Bandenmitglied war eine Frau, so Lang. Die Einbrecher waren von März bis Dezember 2012 hauptsächlich in den burgenländischen Bezirken Neusiedl am See, Eisenstadt, Mattersburg und Oberpullendorf unterwegs, sowie in der Steiermark und in Niederösterreich, sagte Mikl-Leitner. Sie brachen selten in Einfamilienhäuser ein, eher hatten sie es auf Nebengebäude abgesehen, in denen wertvolles Werkzeug und Gerätschaften verstaut waren. Die Banden kamen still und leise nachts und verschwanden ebenso wieder.

Diebesgut wurde an Hehler übergeben

Die Beute verstauten sie in ihren Fahrzeugen und fuhren wieder zurück in ihr Heimatland, um die Ware Hehlern zu übergeben, die sie auf Flohmärkten verkauften. Der Schaden beläuft sich laut Innenministerin auf 652.000 Euro, insgesamt konnte die Polizei den Gruppierungen 250 Einbrüche nachweisen.

Ermittelt wurde gegen drei Banden mit den Namen "Ivan" und "Orsos", die aus dem ungarischen Ivan stammten, sowie "Karpati" aus den Städten Kapuvar und Csorna. Von der Gruppierung "Ivan" sitzen nun drei Personen in Sopron in Haft, eine in Großbritannien und eine im Burgenland. Von der Bande "Orsos" wurden zwei Mitglieder in Haft genommen, einer in Ungarn und einer im Burgenland. Bei den "Karpatis" sind drei Personen festgenommen worden.

Aufgrund der Zunahme der Einbrüche in grenznahen Ortschaften im vergangenen Jahr hatte das Landeskriminalamt Burgenland die "Arge Diebstahl" ins Leben gerufen, um alle Straftaten zusammenzufassen und zu analysieren, so Mikl-Leitner. Darin wurden alle sichergestellten Spuren gesammelt und den ungarischen Kollegen weitergegeben, die wiederum Treffer in ihrer Datenbank verzeichnen konnten, sagte Franz Lang. Diese "enge Zusammenarbeit hat sich gelohnt", damit sich solche Tätergruppen nicht mehr so rasch formieren können, erklärte der ungarische Innenminister Sandor Pinter.