Erstellt am 19. Juli 2017, 17:59

von APA Red

Prozess um Baumaschinenbande - Zehn Schuldsprüche. Zehn von elf Angeklagten wurden am Mittwoch - am ersten Prozesstag - in einem Verfahren gegen eine "Baumaschinenbande" in Eisenstadt nicht rechtskräftig zu unbedingten und teilbedingten Haftstrafen verurteilt.

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Der Bande wird schwerer, teils gewerbsmäßiger, Einbruchdiebstahl im Burgenland und Niederösterreich vorgeworfen. Das Verfahren wird am Donnerstag fortgesetzt.

Die Angeklagten hatten sich teilweise geständig gezeigt. Die elf Rumänen im Alter zwischen 20 und 47 Jahren waren laut Anklage 2015 und 2016 im nördlichen Burgenland sowie in Teilen Niederösterreichs in Firmen und Lagerplätze eingedrungen und hatten Baumaschinen sowie hochwertiges Werkzeug gestohlen. Der Wert der gestohlenen bzw. zu stehlen versuchten Waren belief sich auf knapp zwei Millionen Euro.

Unter anderem hatte die Bande im Juli des Vorjahres einen Einbruch in den Bauhof von Bruck an der Leitha (NÖ) verübt und von dort Werkzeug und Baumaschinen mithilfe von drei im Bauhof befindlichen Fahrzeugen abtransportiert. Der Schaden betrug laut Anklageschrift allein in diesem Fall rund 110.000 Euro.

Schon Mittwochmittag hatte es erste Urteile gegeben. Acht der elf Angeklagten wurden zu unbedingten und teilbedingten Freiheitsstrafen verurteilt. Sie verzichteten auf Rechtsmittel. Die Staatsanwaltschaft gab dazu keine Erklärung ab. Die acht Rumänen hatten sich zuvor schuldig bekannt. Der Zweit-, Dritt-, Zehnt- und Elftangeklagte wurden zu 24, 20, 27 und 18 Monaten unbedingt verurteilt. Die anderen vier Beschuldigten erhielten teilbedingte Freiheitsstrafen zwischen zwölf und 21 Monaten. Am Nachmittag erhielt der Erstangeklagte eine unbedingte Freiheitsstrafe von 30 Monaten. Der Neuntangeklagte wurde zu 18 Monaten, davon zwölf bedingt, verurteilt.

Der Prozess wird am Donnerstag fortgesetzt. Dabei soll der Achtangeklagte - er verantwortete sich teilweise schuldig - einvernommen werden.