Erstellt am 04. September 2012, 14:57

Ermittlungen gegen Graf wegen Betrugsverdacht. Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen den Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf von der FPÖ wegen des Verdachts des schweren Betrugs, berichtete das Magazin "News" am Dienstag vorab.

 Es geht um die Causa rund um die Gertrud Meschar Privatstiftung. Graf war wegen seiner Tätigkeit im Stiftungsvorstand unter massive Kritik geraten. Neben Graf führt die Staatsanwaltschaft Wien demnach auch die Stiftungsvorstände Michael Witt und Alfred Wansch als Beschuldigte. Im Fall von Graf geht es um den Verdacht des schweren Betrugs, bei den anderen beiden um den Verdacht der Untreue. Die Staatsanwaltschaft Wien bestätigte dies auf Anfrage. Grafs Anwalt Tassilo Wallentin sieht dem Ermittlungsverfahren gelassen entgegen: "Die Betrugs- und Untreuevorwürfe sind haltlos", sagte er zu "News".

Am 26. September soll laut "News" die 90-jährige Stifterin Gertrud Meschar kontradiktorisch einvernommen werden.

Graf hatte sich Anfang Juni vom Vorstand zurückgezogen, auch Witt kündigte Mitte Juni an, den Vorstand zu verlassen.