Erstellt am 24. Juli 2012, 16:55

Ermittlungen gegen Stepic wegen Serbien-Deals. Die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA) ermittelt wegen einer Liechtenstein-Stiftung gegen den Chef der börsenotierten Raiffeisen Bank International (RBI), Herbert Stepic, berichtet das Magazin "Falter" vorab.

Es gehe um einen millionenschweren Grundstücksdeal in Serbien mit Hilfe von Kreditmillionen der Hypo Alpe Adria Bank unter Einschaltung von Steueroasen, so das Magazin. "Es gibt in dieser Sache von Dr. Stepic keinen Kommentar", sgte RBI-Sprecherin Ingrid Krenn-Ditz zur APA. Unter Berufung auf das Bankgeheimnis lehnte die Hypo Kärnten ein Statement ebenfalls ab. Anlass der Untersuchungen der Aufseher ist laut "Falter" unter anderem ein "profil"-Artikel des Vorjahres, in dem von einer "Verwirrung um einen Serbien-Deal" und die "Rolle von Raiffeisen-Manager Herbert Stepic" die Rede sei.

Dem damaligen "profil" zufolge soll Stepic gemeinsam mit ein paar anderen Bankern und ehemaligen Wirtschaftsprüfern mit erstaunlich günstig erworbenen serbischen Immobilien spekuliert haben, und zwar mit Geld der Hypo, die das Ganze mit einem 23-Millionen-Kredit finanziert habe.

Der "Falter" bezieht sich auf der FMA vorliegende Akten, darunter einen Aktenvermerk der Hypo Alpe Adria Leasing aus 2006 sowie einen vertraulichen Kreditbericht vom 24. März 2011. Stepic wollte dem "Falter" jetzt keine Stellungnahme geben, im "profil" versicherte er seinerzeit, sein Name sei wohl durch einen Irrtum in den Kreditreport der Hypo gerutscht. Im damaligen "profil" sagte Stepic auch, er kenne eine ihm zugerechnete liechtensteinische Stiftung nicht.