Erstellt am 18. Januar 2011, 17:07

Esterhazy Betriebe ziehen vor Gericht. Die Esterhazy Betriebe klagen das Land Burgenland wegen der Verletzung von Instandhaltungspflichten am Schloss Esterhazy in Eisenstadt.

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Das Unternehmen bestätigte der APA gegenüber einen dementsprechenden Bericht des ORF Burgenland. "Aufgrund der vorliegenden bautechnischen und rechtlichen Gutachten und der allgemeinen Rechtslage war Esterhazy zu diesem Schritt gezwungen. Anderenfalls wären wegen eines Fristversäumnisses unsere Ansprüche verloren gegangen", hieß es von den Esterhazy Betrieben.

Die Geltendmachung von Schäden an einem Gebäude müsse "innerhalb eines Jahres nach Rücknahme eines Bestandsobjektes", in diesem Fall das Schloss in Eisenstadt, erfolgen, erklärte eine Sprecherin. Es habe zwar im vergangenen Jahr mehrere Verhandlungen und Gespräche zwischen den Betrieben und dem Land gegeben, einig wurde man sich allerdings nicht. Nun habe man, um die Schäden geltend machen zu können, ein Verfahren eingeleitet.

Seitens der Landesamtsdirektion wollte man sich nicht dazu äußern. Man gebe bei laufenden Verfahren keine Stellungnahme ab. Laut ORF-Bericht strebe das Land nun aber Gespräche an und "werde die Zeit nutzen, um andere Lösungen zu finden". Eine außergerichtliche Einigung sei nicht auszuschließen. Der erste Termin bei Gericht ist laut Esterhazy Betrieben für Anfang März anberaumt. Weitere Details wollte man vor Beginn des Verfahrens nicht bekanntgeben.

Die Esterhazy Betriebe haben am 1. Jänner 2010 die Verwaltung des Schlosses Esterhazy wieder übernommen. Zuvor war das Land Burgenland Pächter des historischen Gebäudes. Der Vertrag endete nach einer Verlängerung im Mai 2009 mit 31. Dezember 2009. Über eine weitere Verlängerung des Pachtvertrags konnten sich die beiden Parteien nicht einigen, teilte eine Sprecherin der APA mit.