Erstellt am 03. November 2011, 13:41

Ex-Bank Burgenland-Mitarbeiter in U-Haft. Die Innenrevision der Bank Burgenland hat im Oktober mutmaßliche Malversationen eines Filialmitarbeiters entdeckt. Der Betroffene wurde daraufhin fristlos entlassen. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft, bestätigte die Staatsanwaltschaft Eisenstadt am Donnerstag.

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Das Ausmaß des entstandenen Schadens sei "überschaubar", hieß es von der Bank Burgenland. Eine konkrete Summe wurde nicht genannt.

Anfang Oktober seien die Malversationen aufgedeckt worden, die im Zusammenhang mit einem von dem Mitarbeiter betreuten Kunden gestanden seien. Die Bank habe eine Sachverhaltsdarstellung an das Landespolizeikommando übermittelt. Aufgrund widersprüchlicher Angaben des Verdächtigen zum Verbleib der veruntreuten Mittel sei über ihn die Untersuchungshaft verhängt und eine Hausdurchsuchung durchgeführt worden, teilte die Bank in einer Stellungnahme mit.

"Es handelt sich um einen bedauerlichen Einzelfall", erklärte der für das Privatkundengeschäft zuständige Bank Burgenland-Vorstandsdirektor Gerhard Nyul. "Dem Verdächtigen ist es gelungen, eine Zeit lang die Sicherheitsmechanismen der Bank geschickt zu umgehen. Wir konnten dies aber rechtzeitig, bevor noch mehr Schaden angerichtet wurde, unterbinden", so Nyul. Die Malversationen hätten im Zeitraum von 2008 bis 2011 stattgefunden.

Der Schaden für die Bank Burgenland betreffe nach heutigem Kenntnisstand eine einzige Kundenverbindung. Bis dato sind keine weiteren Fälle bekannt. Die Bank habe dem betroffenen Kunden den entstandenen Schaden ersetzt. Im Rahmen einer internen Untersuchung sollen sämtliche Kundenbeziehungen des Ex-Mitarbeiters untersucht werden. Darüber hinaus sei die interne Kontrolle weiter verschärft worden, so Nyul.

Die Erhebungen würden in Richtung Veruntreuung in Verbindung mit Nebendelikten wie Urkundenfälschung geführt, so eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Die Frage, ob möglicherweise Betrug vorliege, lasse sich derzeit nicht beantworten.