Erstellt am 14. November 2011, 16:04

Ex-GAK-Präsident Svetits festgenommen. Ex-GAK-Präsident Peter Svetits (bis Ende 2001) ist am Montag festgenommen worden. Der 53-Jährige steht in Verdacht, einer ebenfalls festgenommenen Angestellten Geld zur Änderung ihrer Zeugenaussage gegeben zu haben, so die Staatsanwaltschaft.

Gegen den GAK wird seit vier Jahren im Zuge des wirtschaftlichen Niedergangs ermittelt, ein Prozess gegen damalige Funktionäre könnte 2012 ins Haus stehen.

Die Staatsanwaltschaft arbeitet seit rund vier Jahren im Fall GAK, insgesamt vier Ex-Präsidenten sind dabei ins Visier der Ermittler geraten. Peter Svetits war seit 1995 in verschiedenen Funktionen für den Fußballclub tätig, von Herbst 1998 bis Ende Mai 2001 war er Präsident, bis Jahresende dann noch Sportdirektor, bevor er zu Austria Wien wechselte.

In den Untersuchungen der Justiz geht es auch um Abgabenhinterziehung und Schwarzgeldzahlungen in den Jahren 2000 bis 2006 in einer Höhe von 4,5 Mio. Euro. Die Staatsanwaltschaft war schon länger dem Verdacht nachgegangen, weshalb besondere Überwachungsmaßnahmen angeordnet wurden. Unter anderem wurde im Zuge einer Observation von einer Spezialeinheit der Polizei die Übergabe eines Bargeldbetrages an die Angestellte gefilmt.

Derzeit bemüht man sich bei der Staatsanwaltschaft, den Anklageentwurf fertigzustellen. Geht alles planmäßig, sollte sie Ende des Jahres fertig sein, ein möglicher Prozess gegen mehrere Ex-Funktionäre und Angestellte könnte dann 2012 erfolgen.

Erst Ende Oktober wurde der 53-jährige Svetits zum Präsidenten des Regionalligisten Austria Klagenfurt gewählt, allerdings hat er sein Amt noch nicht angetreten. Zuvor war er auch bei der Wiener Austria und in Wiener Neustadt als Fußball-Spitzenfunktionär tätig gewesen.

Der Unternehmer und frühere Präsident des ehemaligen Fußball-Bundesligisten GAK, Stephan Sticher, erklärte am Montag in einer Aussendung, er werde sich inhaltlich zur Verhaftung von Ex-Präsident Peter Svetits und einer ehemaligen Mitarbeiterin nicht äußern. Die Aussagen der Ex-Mitarbeiterin im strafrechtlichen Ermittlungsverfahren beträfen nicht die Ära der Präsidentschaft Stichers, sondern jene seiner Vorgänger. Er wolle ausdrücklich festhalten, dass es in seiner Präsidentschaft "keine wie immer gearteten Schwarzgeldzahlungen gegeben hat".