Erstellt am 10. Januar 2012, 16:26

Ex-Obmann eines Abwasserverbandes vor Gericht. Der ehemalige Obmann eines Abwasserverbandes im Burgenland muss sich Mitte Februar vor Gericht verantworten. Dem Mann wird schwerer Betrug vorgeworfen.

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Er soll über fast zehn Jahre hinweg insgesamt rund 34.000 Euro Kilometergeld unrechtmäßig bezogen haben, bestätigte Bernhard Kolonovits, Sprecher des Landesgerichts Eisenstadt. Außerdem soll der Ex-Obmann Privatsachen wie Rasenmäher und Wäschetrockner als Aufwand für den Verband verrechnet haben, teilte Kolonovits mit.

Ein anonymes Schreiben brachte den Fall vor Ostern 2010 ins Rollen. Der Beschuldigte habe daraufhin seine Funktion als Obmann zurückgelegt und beim Finanzamt Selbstanzeige erstattet. Gegenüber der Tageszeitung habe er damals wiederholt betont, dass er sich nicht bereichert, sondern im Gegenteil beim Sparen geholfen habe, heißt es in dem Bericht. Dem früheren Obmann und Ex-Kommunalpolitiker drohen nun im Fall eines Schuldspruches ein bis zehn Jahre Freiheitsstrafe.