Erstellt am 07. Februar 2012, 10:57

Exekutive warnt vor falschen Polizisten. Die burgenländische Exekutive warnt vor falschen Polizisten: Nachdem am Wochenende ein Fall bei Lutzmannsburg (Bezirk Oberpullendorf) bekannt geworden ist, hat nun auch eine 38-jährige Frau eine Anzeige über zwei vermeintliche Zivilbeamte eingebracht.

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In beiden Fällen wollten die Unbekannten Geld haben. "Seit Oktober ist das nun der dritte Fall. Ein Muster ist schwer zu erkennen. Es sind immer andere Angaben", erklärte ein Ermittler des Bezirkspolizeikommandos Oberpullendorf am Dienstag.

Bereits Mitte Dezember hielten die Unbekannten die Lenkerin aus Ungarn in Unterpullendorf wegen angeblichen Schnellfahrens auf und verlangten dafür 20 Euro. Da sich die Frau weigerte zu bezahlen, stiegen die Männer in ihren silbernen BMW mit Wiener Kennzeichen und fuhren davon, berichtete die Sicherheitsdirektion Burgenland. "Möglicherweise hat die Frau erst jetzt Anzeige erstattet, weil sie in der Zeitung von dem anderen Fall gelesen hat", meinte der Polizist.

Vergangenen Donnerstagabend verlangten Unbekannte von einem 62-jährigen Burgenländer allerdings 500 Euro oder seinen Führerschein. Die zwei Männer überholten mit ihrem Pkw mit ungarischen Kennzeichen den Lenker und brachten ihn durch Abbremsen zum Anhalten. Auch in diesem Fall stiegen sie wieder in ihren Wagen und fuhren davon, als sich der Burgenländer weigerte, weder 500 Euro noch seinen Führerschein herzugeben.

"Die Beschreibungen zu den Unbekannten fällt immer unterschiedlich aus. Einmal sprechen die Männer mit ungarischem, beim nächsten Mal mit hochdeutschem Akzent. Auch Pkw und Kennzeichen unterscheiden sich immer", so der Ermittler.

Bei einer Anhaltung von Zivilbeamten solle man sich unbedingt einen Dienstausweis zeigen lassen, rät der Polizist. "Wenn einem etwas komisch vorkommt, unbedingt einen Dienstausweis verlangen. Dieses Recht hat jeder Staatsbürger. Hat er keinen dabei, nichts aushändigen. Meistens fahren diese 'falschen Polizisten' dann davon." Außerdem ist es für die Ermittler hilfreich, das Kennzeichen zu notieren und mit diesen Angaben zur Polizei zu gehen. "Zu beachten ist auch, dass ein Organmandat im ganzen Land gleich ausschaut. Bekommt man keinen Beleg oder beispielsweise einen komischen A4-Zettel, dann stimmt etwas nicht", so ein Kriminalist.