Erstellt am 08. Juli 2011, 12:33

Fall Kührer - DNA-Test bestätigte Identität. Im Vermisstenfall Julia Kührer herrscht nun endgültig Gewissheit: Nach der Zahnanalyse habe nun auch die Untersuchung der DNA zweifelsfrei bestätigt, dass es sich bei dem in Dietmannsdorf 3 in der Gemeinde Zellerndorf gefundenen Skelett um das seit fünf Jahren vermisste Mädchen handelt, teilte Karl Schober, Leiter der Korneuburger Staatsanwaltschaft mit.

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Weitere Untersuchungsergebnisse, etwa zur Todesursache, stehen aber noch aus.

Die Arbeit der Ermittler am Tatort ist weiterhin noch nicht abgeschlossen. Es gebe aber keine neuen Erkenntnisse oder Funde zu vermelden, so Schober. Die Spurensicherung wird wie angekündigt auch über das Wochenende fortgesetzt.

Die damals 16-jährige Julia Kührer aus Pulkau im Bezirk Hollabrunn war am 27. Juni 2006 spurlos verschwunden. Am Abend des 30. Juni 2011 entdeckten Nachbarn - durch Zufall, wie es hieß - das Skelett des Mädchens in einem Erdkeller auf dem Grundstück Dietmannsdorf 3. Auch Überreste von Schulbüchern und einer blauen Decke wurden gefunden.

Der Verfügungsberechtigte über den Grund, Michael K., wurde tags darauf in Wien festgenommen, der Korneuburger Haftrichter ließ ihn am Sonntag aber wieder frei, weil der Tatverdacht für ihn nicht dringend genug war, um eine U-Haft zu rechtfertigen. Die Staatsanwaltschaft hat bezüglich der Enthaftung eine Beschwerde beim Oberlandesgericht Wien angekündigt. Der für die Anklagebehörde nach wie vor "dringend tatverdächtige" K. behauptet, die Leiche wäre von anderen auf seinem Grundstück abgelegt worden und bestreitet jeden Zusammenhang mit dem Verschwinden des Mädchens.