Erstellt am 20. Januar 2016, 11:44

von NÖN Redaktion

Falsche Finanzpolizisten agieren mit Kassazettel-Schmäh. Falsche Finanzpolizisten bitten Konsumenten nach Einkauf wegen fehlender Kassazettel zur Kasse.

Achtung. Behaltepflicht von Kassenbons ist nicht strafbar. Foto: Shutterstock/PeJo  |  NOEN, Shutterstock/PeJo
„Achtung vor Trickbetrügern, die von Konsumenten, die nach dem Einkauf vor dem Geschäft ihre Rechnung nicht vorweisen können, Bargeld kassieren wollen – das ist Betrug und illegal“, warnt Harald Schermann, Sprecher der Wirtschaftskammer Burgenland, vor einer derzeit kursierenden Betrugsfalle.

„Strafen“ von über 100 Euro kassiert

Aktuell geben sich derzeit noch Unbekannte – mit täuschend echt aussehenden Ausweisen und teils sogar mit einer Art „Uniform“ ausgerüstet – als Finanzpolizisten aus. Die falschen Beamten verlangen von Kunden nach dem Verlassen eines Geschäftes die Rechnung für den vorangegangenen Einkauf vorzuweisen; können die Kunden das nicht, kassieren die falschen Finanzbeamten „Strafen“ von 100 und mehr Euro.

Bei jedem Erwerbsvorgang ist – so das Unternehmen in die Registrierkassenpflicht fällt – ein Beleg auszufolgen. Der Kunde hat den Beleg entgegenzunehmen und bis außerhalb der Geschäftsräumlichkeiten mitzunehmen.

Diese „Behaltepflicht“ seitens des Kunden ist und bleibt allerdings straffrei. Der Konsument wirkt damit wie schon bisher geregelt an der Kontrolle und Umsetzung der Gleichmäßigkeit der Besteuerung mit. Intention des Gesetzgebers ist dabei, das Bewusstsein für die Betrugsbekämpfung auch beim Konsumenten zu schärfen.